Erneute Pleite: Miezen verlieren Heimspiel mit 28:30 (13:16)

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TRIER. Die MJC Trier hat auch ihr viertes Heimspiel verloren. Zwar lieferten die Spielerinnen von Trainerin Cristina Cabeza im zweiten Durchgang eine beherzte und kämpferische Partie ab, in der sie mehrmals den Ausgleich erzielen konnten, letzten Endes fehlte es aber an Effektivität.

Das es heute erneut nicht zum ersten Punktgewinn der Saison reichte, lag nicht an den Fans in der Arena Trier, die ihr Team lautstark über die 60 Minuten Spielzeit anfeuerten. Gerade im zweiten Durchgang gaben die Moselanerinnen ihren Anhängern auch allen Grund, an einen Sieg zu glauben: Mehrmals konnte der MJC ausgleichen, phasenweise wirkten die Gäste aus Ostwestfalen überfordert, auch weil Miezen-Torfrau Jessica Kockler in Halbzeit zwei teils überragende Paraden bot. Trotz allem, wie so oft in dieser noch jungen Saison, konnten die Gastgeberinnen eine gute Leistung nicht in Punkte umwandeln.

 

 

Zu Beginn der Partie war der Druck, der nach nun bereits fünf Niederlagen auf der Mannschaft lag spürbar. In den ersten drei Minuten konnten die Miezen in jeweils drei Angriffen nicht den Ball im Tor unterbringen, stattdessen lagen die Gäste mit 2:0 in Führung. Den ersten Treffer für Trier markierte dann Megane Vallet, der Knoten schien geplatzt: Zwar legte die HSG immer wieder vor, doch die Miezen blieben vorerst in Schlagdistanz. Dann jedoch brach das Offensivspiel wieder ein, Fehlpässe und Abstimmungsprobleme offenbarten sich erneut und luden die Gäste zu Tempogegenstößen ein, die diese auch verwerten konnten.Zudem scheiterten erst Katrin Schneider (7.) und auch Natalie Adeberg (18.) noch per Siebenmeter an der starken Blomberger Torfrau Anna Monz. In den folgenden Minuten erhöhte die HSG ihren Vorsprung immer weiter, kam im Durchschnitt zu einer soliden Führung von vier Treffern, die Schneider in den letzten Sekunden des ersten Durchganges mit einem sehenswerten Treffer noch zum 13:16 Pausenstand verkürzen konnte.

 

Bis dahin lieferten die Miezen zwar eine beherzte, aber bisweilen zu harmlose erste Halbzeit ab. In der Defensive standen die Spielerinnen von Trainerin Cabeza, die heute fast das volle Spiel über auf dem Feld stand, meist gut, machten sich aber durch unnötige Ballverluste in der Offensivbewegung das Spiel selbst schwer. Auch Torfrau Kockler sah im ersten Durchgang bei einigen Treffern aus der zweiten Reihe etwas unglücklich aus, doch nach dem Seitenwechsel bot die Keeperin, wie auch die gesamte Mannschaft, ein anderes Bild.

 

Kockler hatte durch eine Vielzahl von teils überragenden Paraden maßgeblichen Anteil daran, dass die deutlich stärker aus der Kabine gekommenen Miezen nach dem Seitenwechsel lange Zeit die Chance auf den Sieg wahrten: Noch in der 35. Spielminute lagen die Gastgeberinnen mit vier Toren zurück, ab diesem Zeitpunkt aber spielten sie engagiert auf, verkürzten kontinuierlich den Abstand und konnten in der 43. Minute durch Schneider den 20:21-Anschlusstreffer markieren. Die Gäste aus Blomberg schienen überrascht von dem plötzlichen Aufbäumen der Miezen, kamen in diesen Minuten nicht richtig in die Partie und konnten vor allem Torfrau Kockler nicht überwinden. Die MJC verpasste es dennoch, bereits in dieser Phase den Ausgleich zu markieren und kam erst in der 45. Minute zum ersten Mal auf einen Torgleichstand: Silvia Solic verwandelte zum 21:21. Danach hatte Maria Krøyer die Chance, die Trierinnen zum ersten Mal in Führung zu werfen, scheiterte jedoch am Pfosten. Im weiteren Verlauf fingen sich die Gäste aus Westfalen wieder etwas, konnten die Führung erneut auf zwei Tore ausbauen, ehe die Miezen in Person von Spielertrainerin Cabeza in der 49. Minute erneut zum Ausgleich kamen (23:23). Die letzten zehn Minuten des Spiels waren somit äußerst Spannungsgeladen, die Hausherrinnen konnten noch zwei mal ausgleichen, beim Stand von 26:26 verblieben nur noch drei Spielminuten auf der Uhr. Am Ende waren es jedoch wie bisher immer die Gäste, die in dieser Phase mehr Nervenstärke und Effektivität bewiesen: Angela Malestein warf die HSG wieder in Führung (59.) und nutze nur 30 Sekunden später einen Fehlpass der Trierer Offensive zur Vorentscheidung von 27:29 aus. Xenia Smits und Megane Vallet stellten in der Schlussminute den 28:30 Endstand her.

Am 12. Oktober (19.30, Arena Trier) bestreiten die Miezen das nächste Heimspiel gegen die TPSG FA Göppingen, wo die Mannschaft wieder die Möglichkeit hat, ihre guten Ansätze endlich in Punkten umzusetzen. (ros)

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