Vorsicht! Enkeltrickbetrüger in der Region wieder aktiv

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WITTLICH. Am vergangenen Montag kam es am späten Vormittag und am Nachmittag in Wittlich und in der weiteren Umgebung zu mehreren sogenannten Enkeltrick-Anrufen.

Ein Mann, der sich als angeblicher Enkel oder sonstiger Verwandter ausgab, teilte dabei mit, er befinde sich in Wittlich. Er habe dort günstig ein Haus ersteigert und müsse nun bei einem Notar eine bestimmte Geldsumme hinterlegen. Dazu fehle ihm angeblich ein Restbetrag zwischen 8.000 und 22.000 Euro.

Glücklicherweise fiel jedoch keine der angerufenen Frauen im Alter bis zu 90 Jahre auf den Enkeltrick herein. Der Anrufer spricht ein akzentfreies hochdeutsch und wird aufgrund seiner Stimme auf ein Alter zwischen 25 bis 40 Jahre geschätzt.
Bei der Kriminalpolizei Wittlich liegen bis zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt neun Strafanzeigen wegen versuchten Betrugs vor.

Das Phänomen des sogenannten Enkeltricks ist seit 1999 national und international bekannt. Die Täter recherchieren in im Handel erhältlichen elektronischen Telefonregistern nach alterstypischen weiblichen Vornamen (z. B. Klara, Hedwig usw.) und geben sich den Seniorinnen gegenüber als deren Kinder oder Enkelkinder aus. Sie geben eine aktuelle finanzielle Notlage oder eine günstige Erwerbsgelegenheit (Kauf von Aktien, Kfz etc.) vor und bitten um ein kurzzeitiges, aber dringliches Darlehen. Die zumeist weiblichen Opfer werden hierbei psychisch massiv unter Druck gesetzt und dazu angehalten, finanzielle Soforthilfe im maximalen Rahmen ihrer Möglichkeiten zu leisten. Dabei erlangen sie Einzelsummen zwischen 100 und 200.000 Euro.

Opfer sind in aller Regel hochbetagte Seniorinnen, die aufgrund ihrer physischen (z.B. Hörschwäche – Stimmenidentifizierung) und/oder psychischen Verfassung (z.B. Zerstreutheit/Demenz, Vereinsamung) nicht mehr in der Lage sind, sich gegen solche Taten zu schützen. (red)

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