Max Bahr in der Insolvenz

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HAMBURG/TRIER. Nach Praktiker ist nun seit dem vergangenen Montag (30. September) auch die Tochtergesellschaft Max Bahr im offiziellen Insolvenzverfahren. Wie Insolvenzverwalter Christopher Seagon bestätigte, wurde am Montag das Verfahren in Hamburg eröffnet. 

Nachdem Mitte Juli der Baumarkt „Max Bahr“ durch die Pleite des Mutterkonzerns „Praktiker“ in das vorläufige Insolvenzverfahren geschlittert war und bis zum 30. September kein neuer Käufer für das Hamburger Unternehmen gefunden werden konnte, wurde beim Amtsgericht zum 1. Oktober das Verfahren eröffnet.

Jedoch gebe es für das Unternehmen potenzielle Investoren, so der Insolvenzverwalter. Neben Globus und einem Konsortium aus Hellweg (Anm. d. Red: ein Profibaumarkt), dem Einkauf Deutscher Eisenhändler und dem Unternehmer Dirk Möhrle, übrigens Sohn des ehemaligen Besitzers von Max Bahr, soll auch ein dritter, noch nicht genannter Interessent, im Rennen um die 132 Max-Bahr-Märkte sein.

Bis zum heutigen Mittwoch sollen verbindliche Angebote für das angeschlagene Unternehmen eingehen. Jedoch heißt dies nicht, dass ein neuer Besitzer gefunden ist. Die Gläubiger müssen auf einer einberufenen Sitzung (wohl am kommenden Mittwoch) über die Konzepte entscheiden. Dabei müssen sie vermutlich auf einen größeren Teil ihrer Ansprüche verzichten – in der Regel sind es etwas weniger als ein Prozent der Forderungen. Nach der Entscheidung des Gläubigerausschusses wird es jedoch wohl noch einige Zeit dauern, bis Max Bahr wieder in ruhiges Fahrwasser kommt. Vertragliche Angelegenheiten und die Ausarbeitung eines neuen Konzeptes können sich über Monate hinziehen.

Für die Mitarbeiter der Max-Bahr-Märkte heißt dies Hoffen und Bangen. Sollte keine Einigung gefunden werden, wäre auch eine Zerschlagung des Konzerns möglich. Hunderte Arbeitsplätze stünden dann auf dem Spiel. Auch in der Trierer Filiale wären dann 80 Arbeitsplätze gefährdet. (wir)

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