Tötungsverbrechen in Konz: Betäubungsmittel im Spiel

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KONZ/TRIER. In Konz ist ein 19-jähriger Mann am vergangenen Freitag bei einem Streit von einem 20-Jährigen mit einem Messer so schwer verletzt worden, dass er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag (lokalo berichtete).

Nach dem Ergebnis der von der Kriminaldirektion Trier bisher durchgeführten Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft Trier von folgendem Sachverhalt aus:

Am Freitagabend, dem 27. September, traf sich der Beschuldigte, ein gerade 20 Jahre alt gewordener  in Frankfurt geborener und im Kreis Trier-Saarburg wohnhafter junger Mann mit einem 19-jährigen Heranwachsenden in der Nähe der Grundschule St. Nikolaus in Konz. Der Beschuldigte und zwei seiner Bekannten hatten die Absicht, von dem ebenfalls aus dem Landkreis Trier-Saarburg stammenden Mann Betäubungsmittel (Cannabis) zu erwerben. Da sich der Beschuldigte bei vorangegangenen Käufen übervorteilt fühlte, war er auf den Drogenlieferanten nicht gut zu sprechen. Während des Drogengeschäftes fasste er deshalb den Entschluss, sein Gegenüber niederzustechen. Nachdem er zunächst auf den 19-Jährigen eingeschlagen hatte, stach er mit einem in der Hosentasche mitgeführten Klappmesser dreimal auf sein Opfer ein, das zusammenbrach und kurze Zeit später im Krankenhaus aufgrund der erheblichen Verletzungen, die zu inneren Blutungen geführt hatten, verstarb.

Aufgrund dieses Sachverhaltes hält die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten dringend des Totschlags für verdächtig. Auf ihren Antrag hat das Amtsgericht Trier am gestrigen Sonntag gegen den Beschuldigten einen Haftbefehl  wegen Totschlags erlassen. Der Mann befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er hat eingeräumt, mit dem Messer zugestochen zu haben; er habe sein Opfer jedoch nicht töten wollen.

Mit den weiteren Ermittlungen wird auch überprüft, ob sich der Beschuldigte nicht auch wegen eines Verbrechens des Mordes strafbar gemacht haben könnte, weil es ihm möglicherweise auch darum gegangen ist, seinem Opfer die von diesem mitgeführten Betäubungsmittel und das bereits bezahlte Geld abzunehmen. (red)

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