„Warum brauchen wir Prognosen, wenn sie meistens falsch sind?“

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WITTLICH. Mit Förderung der Stiftung Stadt Wittlich und in Kooperation mit dem Wirtschaftskreis Bernkastel-Wittlich e.V. führt das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. (Inmit) am Mittwoch, 23. Oktober 2013, 19 Uhr die Veranstaltungsreihe „WiPs Wittlich – Wissenschaft trifft Praxis“ fort. Zu der Frage, warum Prognosen häufig unzuverlässig sind, referiert der Trierer Soziologe Prof. Dr. Alois Hahn. 

Die dritte Veranstaltung in dieser Reihe gibt Wittlicher Unternehmen und Führungskräften sowie interessierten Bürgern die Möglichkeit, informative und aktuelle wissenschaftliche Themen im Rahmen eines Vortrags von hochkarätigen Referenten zu erleben und bietet Raum für einen inspirierenden Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Referent des Abends ist der emeritierte Trierer Soziologe Univ.-Prof. Dr. Alois Hahn. Er gilt als brillanter Denker und Redner mit internationalem Renommee. Von 1974 bis 2009 lehrte er Allgemeine Soziologie an der Universität Trier. Anlässlich seiner Emeritierung im Jahr 2009 titelte die regionale Presse: „Ein begabter Brückenbauer geht.“ Nach diesem Diktum zu urteilen, könnte wohl kaum einer besser als Referent für die Vortragsreihe „WiPs Wittlich – Wissenschaft trifft Praxis“ geeignet sein. Die Forschungsinteressen von Univ.-Prof. Dr. Alois Hahn sind breit angelegt und reichen von Untersuchungen zur Familien- und Religionssoziologie, über empirische Arbeiten zu Einstellungen zur AIDS-Problematik bis hin zu Analysen emotionaler Bestimmungsgründe des Alltagshandelns. In jüngster Zeit befasst er sich intensiv mit Umfragen zur Lebensqualität in Dörfern und zur Zufriedenheit mit dem Ver­sor­gungsangebot im ländlichen Raum. Dabei spielen Prognosen über demographische Entwicklungen eine wichtige Rolle.

Der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Alois Hahn unter dem Titel „Warum brauchen wir Prognosen, wenn sie meistens falsch sind?“ zeigt zunächst Gründe für die häufige Unzuverlässigkeit von Prognosen auf, die z.B. in dem geforderten Genauigkeitsgrad oder dem Prognosezeitraum liegen. Die Zukunftsbezogenheit von Prognosen und die damit verbundene Unsicherheit erfordern Annahmen über kommende Ereignisse. Der Vortrag wirft einen Blick auf Gründe für die „Ohnmacht“ des Prognostikers und nimmt sich dabei vor allem der Bedeutung des Faktors Mensch an. Trotz der vielfältigen Unzulänglichkeiten von Prognosen wird am Ende des Vortrags dennoch gezeigt, warum wir letztendlich aber auch nicht ohne Prognosen auskommen. Mehr noch: Es kann sogar festgestellt werden, dass selbst falsche Prognosen besser sind als gar keine Prognosen. Warum das so ist – auch das zeigt der Vortrag.

Der Vortragsabend wird moderiert von Univ.-Prof. Dr. Rolf Weiber, Vorstands­vor­sitzender des Instituts für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. (Inmit) und Inhaber der Professur für Marketing, Innovation und E-Business an der Universität Trier.

Nach dem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Alois Hahn gibt es die Möglichkeit für Publi­kumsfragen. Anschließend sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu ein­ge­laden, den Austausch bei einem Umtrunk fortzusetzen.

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