Cattenom: Pannenreaktor schreibt wieder Negativschlagzeilen

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CATTENOM/TRIER. Die negativen Nachrichten über den Atomreaktor im Dreiländereck Frankreich-Deutschland-Luxemburg reißen nicht ab. Am Sonntag kam es abermals zu einem Zwischenfall und selbst die französische Atomaufsichtsbehörde ASN (Autorité de sûreté nucléaire) kam zu dem Schluss: Die Techniker hätten schneller auf den Zwischenfall reagieren müssen.

 

 

Was war passiert?

Im Reaktor 2 versagte kurz nach dem Hochfahren ein Gerät im Maschinensaal. Daraufhin wurde der Reaktor wieder abgeschaltet. Danach gab es einen Druckabfall, auf den die Techniker des Kernkraftwerkes laut der Pressemitteilung der ASN nicht schnell genug reagiert hätten. Selbst Betreiber EDF (Électricité de France) räumte ein: die Techniker haben die erforderlichen Maßnahmen erst mit einer Verzögerung von 30 Minuten angewendet. 30 Minuten, die je nach Schwere des Störfalls über Leben und Tod entscheiden können.

Ungeachtet der immer lauter werdenden Forderungen nach Abschaltung des Kraftwerks, vor allem aus Luxemburg und Deutschland, handelt der Kernkraftbetreiber EDF offensichtlich nach dem Motto „Augen zu und durch“. Der Stromkonzern will das Kraftwerk Cattenom noch jahrzehntelang weiterbetreiben. (red)

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