Frauenhandball-Bundesliga: Die nächste Pleite

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TRIER. Am heutigen Abend verloren die Trierer Miezen ihr drittes Heimspiel mit 24:27 (9:11), auch die nach ihrer Bänderverletzung zurückgekehrte Maria Krøyer vermochte daran nichts zu ändern.

Gegen die vom ehemaligen MJC-Trainer Dago Leukefeld trainierte Mannschaft aus Baden-Württemberg fanden die Gastgeberinnen nur phasenweise in die Partie, boten zwar eine kämpferische, am Ende jedoch enttäuschende Leistung gegen den Aufsteiger.

Dabei kam die Mannschaft von Spielertrainerin Cristina Cabeza-Guiterrez zu Beginn der Partie gut ins Spiel und lag in der 6. Minute mit 2:0 in Führung, alle vorangegangenen Offensivaktionen der Gäste waren entweder an Torfrau Jessica Kockler oder an Pfosten und Latte gescheitert. Ab der siebten Spielminute fanden die Spielerinnen der SG Bietigheim dann besser in die Partie, auch weil die Miezen von da an ihre Chancen teils unglücklich vergaben. Erneut offenbarten sich in der Offensive Probleme im Kombinationsspiel und der Abstimmung. So konnten die Gäste in der 9. Minute zum ersten Mal ausgleichen, weitere fünf Minuten später lagen sie zum ersten Mal mit 4:5 in Führung.

Die Partie entwickelte sich nun klar zum Vorteil der Spielerinnen von Leukefeld, die ihre Führung trotz einer Zeitstrafe gegen Zana Covic in der 19. Minute weiter ausbauen konnten, zwischenzeitlich lag das Team bereits in dieser Phase mit vier Treffern in Front. Kurz vor der Halbzeitpause spielten die MJC-Frauen allerdings noch einmal kämpferisch und effektiv auf, konnten bis zur Pause auf 9:11 verkürzen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs waren es starke Paraden von Jessica Kockler, die es den Miezen ermöglichten, nach drei gespielten Minuten zum 11:11 auszugleichen. Die Gastgeberinnen spielten nun aggressiver, die Führung gelang ihnen jedoch nicht. Viel mehr waren es die Spielerinnen aus Bietigheim, die in dieser Phase Moral bewiesen: Immer wieder legten sie vor, erkämpften sich ab der 38. Minute Tor um Tor und erhöhten den Vorsprung wieder kontinuierlich, trotz einer erneuten Zeitstrafe, diesmal gegen Kreisläuferin Julia Behnke. Die Triererinnen verkürzten zwar immer wieder den Rückstand, kamen aber nie entscheidend heran. In den letzten zehn Minuten der Partie verzeichneten die Gäste einen konstanten Vorsprung von vier Treffern, konnten ihn gar zwischtenzeitlich auf 20:25 (55.) erhöhen, ehe die Miezen noch einmal fulminant aufspielten und durch drei schnelle und sehenswerte Tore versuchten, die drohende Niederlage abzuwenden (24:26/58.). Letztlich agierten die Gäste aus Bietigheim aber zu abgebrüht, um noch ernsthaft in Gefahr zu geraten, sie ließen den Ball laufen und provozierten die Trierer Defensive zu Foulspielen. Am Ende verloren die Moselanerinnen mit 24:27 und konnten auch im dritten Heimspiel kein Erfolgserlebnis feiern. Den Fans bleibt die Hoffnung, dass im nächsten Spiel gegen Blomberg-Lippe (Mittwoch, 02. Oktober, 19.30 Uhr, Arena Trier) der Negativtrend durchbrochen werden kann. (ros)

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