Urteil gegen Drogenhändler gefällt

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TRIER. Am heutigen Dienstag wurde der Prozess gegen eine 26-jährige Frau (H.) mit jordanischen Wurzeln und einen 27-jährigen Mann (K.) aus Mainz fortgesetzt. Die Anklage lautet: Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Bereits am ersten Verhandlungstag hatten sich beide Angeklagten geständig gezeigt (lokalo berichtete: http://www.lokalo.de/artikel/41485/Mehrere-Kilogramm-Amphetamin-verkauft—Drogendealer-gestaendig#.UkK8b9Lwna8). Die große Strafkammer des Landgerichts Trier verurteilte den Mann heute zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Die Haftstrafe der Frau beläuft sich auf zwei Jahre und wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Der Angeklagte K. soll im Zeitraum von Januar bis März 2013 mehrfach Amphetamine in unterschiedlichen Mengen an die Angeklagte H. verkauft haben. Diese wiederum soll das Rauschgift mit dem gesondert verfolgten F. geteilt und ihre Hälfte des Rauschgifts mit Streckmitteln versehen und gewinnbringend abgesetzt haben. H. soll auch bei anderen Geschäften vermittelt haben. Bei weiteren Geschäften wurden neben Amphetaminen auch noch fünf Platten Haschisch vermittelt bzw. verkauft. Beide Angeklagten sind vorbetraft. Der Angeklagte K. befindet sich wegen der aktuellen Anklage seit dem 19.04.2013 in Untersuchungshaft.

In der heutigen Verhandlung wurde zunächst ein 52-jähriger Polizeibeamte der Kriminalinspektion Wittlich vernommen. Er konnte Aufschluss über die Aussage von H. am Abend der Festnahme geben. „Die Angeklagte war sehr kooperativ. Sie zeigte sich geständig und nannte einen Teil der Namen ihrer Abnehmer“, so der Beamte. Dieses Verhalten wirkte sich strafmildernd auf das Urteil der Kammer unter dem Vorsitzenden Richter Armin Hardt aus.

Staatsanwalt Ingo Hromeda sprach sich in seinem Abschlussplädoyer für zwei unterschiedliche Gesamtfreiheitsstrafen aus. Aufgrund des frühen Geständnisses der Frau beantragte Hromeda für sie eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren mit Bewährung. „Der Angeklagte K. ist härter zu bestrafen, betonte der Staatsanwalt. Grund dafür sei in erster Linie die Tatsache, dass er sich erst im Laufe der Verhandlung geständig gezeigt habe.

Die Verteidiger der Frau, Marco Kissel aus Wittlich, schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an. Axel Küster aus Wiesbaden, Rechtsanwalt des Angeklagten, tat dies nicht. „Mein Mandant fühlt sich ungerecht behandelt. H. gibt an, immer noch Amphetamin und Kräuter zu konsumieren. Trotzdem spricht sich die Staatsanwaltschaft für eine Bewährungsstrafe aus“, kritisierte der Anwalt. Darüber hinaus betonte er, dass sich sein Mandant auch geständig gezeigt habe, nur etwas später.

Die Strafkammer folgte aber den Anträgen des Staatsanwalts und verurteilte H. zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Als Bewährungsauflagen muss die Frau mindestens drei Mal pro zum Drogenscreening und sich einen Termin bei einer Suchtberatungsstelle suchen, die sie mindestens einmal monatlich aufzusuchen hat. Der Mann muss für drei Jahre und neun Monate hinter Gitter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (tw)

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