Die besten Plakate im Kampf gegen „Komasaufen“

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TRIER. „bunt statt blau“. Die besten Plakate gegen das sogenannte „Komasaufen“ kommen nach Trier. Der Arbeitskreis Suchtprävention und DAK-Gesundheit präsentieren die neue Wanderausstellung im Rahmen eines Aktionstages im Jugendzentrum Mergener Hof in Trier.

Bunte Rettungsaktion, blauer Schülerberg, bedrohliche Werbung: Die besten Plakate gegen das „Komasaufen“ kommen nach Trier. Der Arbeitskreis Suchtprävention für die Region Trier zeigt ab dem 01. Oktober die neue große Wanderausstellung der DAK-Gesundheit zum steigenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen eines Aktionstages mit Jugendlichen im Mergener Hof. Unter dem Motto „bunt statt blau“ hatten sich im Frühjahr 2013 mehr als 17.000 Schüler aus ganz Deutschland mit bunten Bildern und frechen Sprüchen an einem Wettbewerb beteiligt. Jetzt gehen die 32 Motive der Landesgewinner und Sonderpreise „Junge Künstler“ auf Tour, um über die Gefahren beim Rauschtrinken aufzuklären. So ist zum Beispiel das Plakat der Bundessieger aus Baden-Württemberg ein ungewöhnlicher  Appell, betrunkene Mitschüler mit einer Gemeinschaftsaktion zu retten.

Der Hintergrund der Kampagne: Jedes Jahr landen rund 26.000 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus. Nach einer aktuellen Studie beteiligen sich 40 Prozent der Schüler regelmäßig am exzessiven Trinken. „Es ist ein richtiges und wichtiges Signal, wenn Jugendliche bei diesem Thema selbst Farbe bekennen und plakativ vor den Risiken warnen“, erklärt Dietmar Wagner, Chef der DAK-Gesundheit in Trier. „Das Besondere der ausgezeichneten Bilder ist, dass die jungen Künstler auch Auswege beim Alkoholmissbrauch aufzeigen. Ein Schock-Plakat sagt oft mehr als viele Worte.“

Bettina Löchel vom Arbeitskreis Suchtprävention sieht die Ausstellung als guten Ansatz: „Beim ‚Komasaufen‘ sprechen die jungen Künstler eine klare und oft drastische Sprache. Es ist eine prima Idee, das Thema Alkoholmissbrauch über Plakate aufzugreifen.“ Die Schirmherrschaft für „bunt statt blau“ hat die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmanns. Es sei wichtig, dass auch in Schulen über den verantwortungsbewussten Umgang mit Bier, Schnaps und Wein gesprochen werde. Der aktuelle Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung stellt die Aktion der Krankenkasse DAK-Gesundheit erneut als beispielhafte Präventionskampagne vor. „bunt statt blau“ wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Health Media Award 2012“ für Spitzenleistungen in der Gesundheitskommunikation.

 

 

 

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