Update: Die Dolphins vor dem Saisonstart

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TRIER. Nach der offiziellen Saisoneröffnung und dem klaren Sieg gegen den französischen Zweitligisten CHEM St. Avold wird es am kommenden Samstag endlich wieder ernst für die Dolphins Trier. Um 15 Uhr ist dabei der Hamburger SV der erste wirkliche Gradmesser der Saison in der Bezirkssporthalle in Hamburg- Wandsbek.

Im Hinblick auf das erste Spiel der neuen Saison äußert sich Spielertrainer Dirk Passiwan zurückhaltend: „Es ist ein 50:50-Spiel. Es wird ein sehr, sehr schweres Spiel, was wir konzentriert angehen müssen, um es erfolgreich zu gestalten.“ Ziel sei es „so schnell wie möglich Punkte zu holen, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun hat“, nennt Günter Ewertz (Management) die Zielsetzungen für die Saison. Die Hoffnung liegt dabei in der neuen Mannschaft der Hamburger, die sich vielleicht noch nicht ganz gefunden haben. Mit einigen Nationalspielern aus den Niederlanden, Tschechien und Japan konnten sich die Hamburger vor der Saison verstärken. Allerdings hat auch der Rest der Liga bei der Transfermarktpolitik nicht geschlafen. Circa 30 Spieler auf internationalem Spitzenniveau konnten die Mannschaften aus der Rollstuhlbasketball-Bundesliga verpflichten.

Trotz der Aufrüstung der Gegner sieht Passiwan sein Saisonziel als realistisch an: „Wir wollen auch wie die letzten Jahre in die Playoffs. Auch wenn es schwer wird, an einem guten Tag können wir gegen jeden aus der Liga bestehen.“  Ewertz hofft, „dass wir in den ersten beiden Spielen einen Vorteil haben, dass sich die Mannschaften aus Hamburg und Köln vielleicht spielerisch noch nicht gefunden haben.“

In einem Gespräch mit lokalo.de äußerte sich Dirk Passiwan auch über die Ligakonkurrenz:

Favoriten auf die deutsche Meisterschaft in diesem Jahr  werden wie in den letzten Jahren Lahn-Dill und auch Zwickau sein. Beide Mannschaften spielen seit Jahren auf hohem Niveau. So vereint Lahn-Dill circa 70% der deutschen Nationalmannschaft und hat auch Spieler aus den USA und Großbritannien in ihren Reihen, die ebenfalls für ihre Nationalmannschaft aktiv sind. Zwickau „ist eine große Mannschaft, die man vom Korb fernhalten“ müsse, anders seien sie kaum zu schlagen. 

Hinter den beiden Mannschaften sieht Passiwan 6 Mannschaften, die um die Playoff-Plätze streiten.

„Neben unserem Team sind die Mannschaften der Oettinger, Frankfurt, Hamburg, Köln, aber auch die Mannschaft aus St. Vith als Kandidaten zu sehen.“ Das Team aus Thüringen  ist ein eingespieltes Team, was viele Variationen im Spiel nach vorne hat und sei deshalb auf keinen Fall zu unterschätzen. 

In Frankfurt bei den Mainhatten Skywheelers sind, ähnlich wie bei Lahn-Dill, einige Nationalspieler unter Vertrag, die „ein aggressives, schnelles und körperbetontes Spiel aufziehen.“ Der erste Gegner der Trierer Dolphins aus Hamburg tritt mit einer runderneuerten Mannschaft auf. Neben ein paar wenigen Verbliebenen aus der letzten Saison konnten die Hamburger sechs Nationalspieler aus den Niederlanden, Tschechien und Japan unter Vertrag nehmen.

Ein weiteres Überraschungspaket der Liga kommt aus Köln. Auch das Team aus der Domstadt verzeichnet neben einem kanadischen, auch 4 holländische Neuzugänge, die auf internationalem Niveau schon Erfahrung sammeln konnten. „Wir sind froh, dass wir schon früh in der Saison gegen die beiden Mannschaften spielen, vielleicht können wir unsere Eingespieltheit als Vorteil nutzen.“

Die Mannschaft mit dem wohl größten Umbruch kommt aus St. Vith. Die dort ansässigen Roller Bulls konnten bis auf einen Spieler die komplette belgische Nationalmannschaft verpflichten und gelten durch ihre Heimstärke als heißer Playoff-Kandidat.

Anders sieht es laut Passiwan bei den beiden Aufsteigern aus Hannover und Heidelberg aus: „Auch wenn zum Beispiel Heidelberg eine sehr junge Mannschaft hat, mit vielen Weltmeistern aus dem U23-  Nationalkader, sind in beiden Spiele Siege eingeplant. Aber unterschätzen darf man sie trotzdem nicht. Wenn man nicht 100% gibt, kann man an einem schlechten Tag auch gegen diese Mannschaften verlieren.“

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