Festival „Tatort Eifel“ geht mit Ehrungen zu Ende

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DAUN. Nach zehn ereignisreichen Tagen ist das 7. Krimifestival „Tatort Eifel“ zu Ende gegangen. Zu sehen und zu erleben waren viele Premieren und Lesungen mit bekannten Stars aus der Fernseh-Krimiszene wie Uwe Ochsenknecht, Jan-Gregor Kremp, Herbert & Herbert, Axel Prahl, Andrea Sawatzki, aber auch überraschende Autoren wie Marie- Luise Marjan.

Eines hat der diesjährige Tatort Eifel klar gezeigt: Die Beliebtheit der Vulkaneifel als „Krimiland Nummer Eins“ in Deutschland ist ungebrochen. Wenn bekannte Stars wie Uwe Ochsenknecht oder Andrea Sawatzki und Axel Prahl den Weg in die Vulkaneifel finden, dann zeigt das die Popularität der Eifel im Krimigenre. Besonders gefragt waren wie immer die Lesungen der Stars, die keine Berührungsängste im Dialog mit ihren Fans zeigten, offen für Gespräche waren und fleißig Autogramme schrieben und Bücher signierten. Wie beispielsweise Marie-Luise Marjan, bekannt als „Mutter Beimer“, die sich überraschend als männermordende Femme Fatale präsentierte und mit Ralf Kramp im nostalgischen Kino „Eifel-Bühne“ in Hillesheim las und die Besucher total begeisterte.

Leise erzählte Jan-Gregor Kremp, als Tatort-Kommissar oder aus Polizeiruf 110 bekannt, aus seinem Leben von der Kindheit bis zum Beruf unter dem Titel „Ist mir so passiert“ und spielte auch noch am Klavier, ein echter Leckerbissen.  Die meisten Veranstaltungen waren ausverkauft. Tatort Eifel beschert der Vulkaneifel zweifellos durch die bundesweite Print- und TV-Präsenz eine Image- und Bekanntheitssteigerung, die der Region wiederum im Nachhinein Gäste und Umsatz bringt.

Festivalleiter Heinz-Peter Hoffmann zeigte sich sehr zufrieden mit der siebten Auflage: „Auch in diesem Jahr hatte sich die bundesweite Krimiszene wieder in der Vulkaneifel versammelt. Fachpublikum und Prominente haben Qualität, Atmosphäre und den Austausch gelobt und genossen. Die Eifel hat ihren Ruf als Krimiland noch einmal festigen können. ‚Tatort Eifel‘ ist ein echter Imagegewinn für die Eifel“, sagte er. Insgesamt haben die rund 50 Veranstaltungen 5500 Gäste in die Vulkaneifel gezogen. „Das werden wir auch nicht mehr steigern können, die Grenze ist erreicht. Unsere Zielsetzung ist auch nicht die Masse, wir wollen Qualität bieten. Besonders das Fachprogramm zeichnet uns aus“, so Hoffmann.

Zum ersten Mal wurde bei der Abschlussgala im Forum Daun auch ein Ehren-ROLAND vergeben. Preisträger ist Ministerpräsident a.D. Kurt Beck, der damit für sein Engagement für „Tatort Eifel“ geehrt wurde. Der Preis wurde ihm von Festivalleiter Heinz-Peter Hoffmann und Jacques Berndorf überreicht. Mit dem Hauptpreis wurde der Film „Das unsichtbare Mädchen“, von Dominik Graf mit Elmar Wepper, Ronald Zehrfeld, Ulrich Noethen, Tim Bergmann und Silke Bodenbender ausgezeichnet. Der Film basiert auf der wahren Geschichte eines verschwundenen Mädchens an der deutsch-tschechischen Grenze. Den Preis nahm stellvertretend für das ganze Team der Autor Friedrich Ani entgegen. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung mit rund 500 Gästen wurde ebenfalls der „Deutsche Kurzkrimi-Preis“ verliehen. Der Gewinner der mit 3000 Euro dotierten Auszeichnung ist Christian Riedel aus Hamburg. Seine Geschichte „Terroir“ zeichne sich, so die Jury, durch eine exzellente Beobachtung und das feine Gespür für das Zwischenmenschliche und die Abgründe dahinter aus.

Krimiautor Ralf Kramp, der mit seiner Frau Monika im Rahmen von „Tatort Eifel“ sein neues Kriminalhaus in Hillesheim eröffnet, und selbst mehrere Lesungen im Rahmen von Tatort Eifel hatte, ist begeistert von der  Veranstaltung: „Es wird von Jahr zu Jahr toller, der „Tatort Eifel“ kommt auch immer besser in der Region an. Die Leute begreifen es als Bestandteil des Kulturprogramms und viele Veranstaltungen sind auch sehr anspruchsvoll. Ich glaube, mit dem Thema Krimi werden wir hier noch lange Erfolg haben.“ (hega)

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