Mehrere Kilogramm Amphetamin verkauft – Drogendealer geständig

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TRIER. Am heutigen Donnerstag wurde der Prozess gegen eine 26-jährige Frau mit jordanischen Wurzeln (H.) und einem 27-jährigem Mann aus Mainz (K.) eröffnet. Die Anklage lautet: Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Beide Angeklagten zeigten sich geständig. Das Urteil fällt voraussichtlich in der nächsten Woche.

Der Staatsanwalt Ingo Hromeda verlas zunächst die Anklageschrift. Aus dieser geht hervor, dass der Angeklagte K. im Zeitraum von Januar bis März 2013 bei mindestens vier Gelegenheiten jeweils etwa 500 Gramm Amphetamin und bei einer weiteren Gelegenheit 1 Kilogramm Amphetamin von mittlerer bis guter Qualität an die Angeklagte H. verkauft hat. Die Angeklagte H. soll das Rauschgift mit dem gesondert verfolgten F. geteilt haben und ihre Hälfte des Rauschgifts mit Streckmitteln versehen und gewinnbringend abgesetzt haben. Bei einer weiteren Gelegenheit im März 2013 soll der Angeklagte K. über 2 Kilogramm Amphetamin verfügt haben, das zum gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmt war, und hiervon durch Vermittlung der Angeklagten H. 1 Kilogramm verkauft haben.

Zusätzlich soll K. im März 2013 mit dem gesondert verfolgten F. die Lieferung von 1 Kilogramm Amphetamin vereinbart haben, wobei er F. tatsächlich 800 Gramm übergeben haben soll. Darüber hinaus soll K. im April 2013 jeweils 500 Gramm Amphetamin an F. geliefert haben, das absprachegemäß mit der Angeklagten H. geteilt worden sei. Dabei habe der Angeklagte K. einmal zusätzlich fünf Platten Haschisch von durchschnittlicher Qualität an die Angeklagte H. geliefert. Bei zwei weiteren Gelegenheiten im April 2013 habe der Angeklagte K. – unter Vermittlung der Angeklagten H. – den Verkauf von 1 Kilogramm Amphetamin mit einer dritten Person vereinbart. Es seien 650 Gramm geliefert worden. Die Angeklagten sind beide vorbetraft. Der Angeklagte K. befindet sich in dieser Sache seit dem 19.04.2013 in Untersuchungshaft.

Beide Angeklagten gestanden die Taten. H. merkte allerdings an, dass der Gewinn aus den Drogenverkäufen geringer sei, als aus den Unterlagen des Gerichts hervorgingen. „Für 500 Gramm Amphetamin habe ich 1.350 €, nicht 1.750 € erhalten“, gab die Frau zu Protokoll. Der Vorsitzende Richter des Landgerichts Armin Hardt kommentierte die Aussage mit den Worten: “Okay, dann nehmen wir das so auf. Große Auswirkungen auf das Urteil wird dies allerdings nicht haben.“ Zusätzlich gab die Angeklagte an, seit nunmehr zehn Jahren selbst Drogen zu konsumieren. Mit 15 Jahren kam sie erstmals im Kinderheim mit Cannabis in Berührung. Danach folgten Engelstrompete, Ecstasy, Speed und Kokain. In den letzten Jahren habe sich ihr Konsum auf Speed und Cannabis beschränkt. H. bemüht sich derzeit um einen Therapieplatz, um ihr Drogenproblem in den Griff zu bekommen.

Auch der Angeklagte K. bestätigte die Tatvorwürfe. Genau wie H. merkte er an, dass er die Drogen für 1.350 € pro Pfund weiterverkauft hätte. Er selbst konsumiere seit acht Jahren Betäubungsmittel. Zu Hochzeiten, vor ein paar Jahren, rauchte er bis zu 2 Gramm Haschisch täglich und nahm drei bis vier Mal Kokain.

Richter Hardt gab zum Schluss der Sitzung zu Protokoll, dass aufgrund der umfassenden Geständnisse, die Zeugen, die für die Folgeverhandlung am 25.09. geladen waren, nicht erscheinen brauchen. Lediglich ein Zeuge wird vernommen, der Auskunft über die Qualität der Betäubungsmittel machen kann. (tw)

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