Bewegende Menschen „sichtbar machen“

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TRIER. Kay-Sölve Richter, die bekannte ZDF-Moderatorin, führte durch den feierlichen Galaabend in der Europäischen Rechtsakademie. Auf der Bühne gaben sich viele Musiker ein Stelldichein, Laudatoren hielten berührende Reden, doch im Mittelpunkt standen die Preisträger des ersten Move Awards.

Move Award – Menschen, die bewegen

Der von nestwärme e.V. und Palais e.V. im Juni 2013 initiierte Move Award zeichnet Menschen aus, die Werte wie gegenseitigen Respekt, Wertschätzung, Achtsamkeit im Miteinander und wertebewusstes Handeln leben und damit Vorbilder geworden sind. Sechs Persönlichkeiten, die im alltäglichen Miteinander ihre Mitmenschen bewegen – im Kopf, im Herzen und in der Tat – erhielten dafür nun am 14. September 2013 erstmals den Move Award.

Die Öffentlichkeit konnte für die Kategorie Publikumspreise Nominie­rungsvor­schläge einreichen. Einer der Publikumspreise wurde für Schüler ausgelobt. Aus allen Nominierungen wählte eine Jury vier Preisträger aus. Zwei weitere Preisträger wurden von nestwärme e.V. und Palais e.V. geehrt.

Der Preis – Menschen mit Profil

Der Preis selbst wurde von der Trierer Künstlerin Elena Villa gestaltet. Aus einem Silberfaden hat sie eine filigrane Skulptur in Form eines menschlichen Profils geschaffen. Um die zwischenmenschliche Interaktion hervorzuheben, besteht die Form des Profils aus zwei stilisierten Gesichtern. Die Außenlinie stellt dabei das äußere Profil dar, das mit dem inneren Profil in sozialer Interaktion steht. Das innere Profil symbolisiert den Menschen, der nicht für sich selbst sprechen kann. Er ist mit dem äußeren Profil, dem Beweger, verbunden, der ihm mit Achtsamkeit, Wertschätzung und Respekt im täglichen Miteinander begegnet.

Die Preisträger

Eine der vom Publikum nominierten und von der Jury ausgewählten Preisträgerinnen  ist Margret Frankreiter. Sie leitet die Filiale der Bäckerei Dietz in Longuich. Stets bedient sie ihre Kunden herzlich und fröhlich, egal um welche Uhrzeit. Selbst in einer für sie persönlich schweren Phase, als ihr Mann nach langer Krankheit verstarb, verlor sie ihren Mut nicht und behielt ihre optimistische Art bei. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Roswitha Kilb-Schmidt. Als Angestellte der Postfiliale in der Passage „Im Treff“ in Trier-Tarforst, ist sie zu ihren Kunden immer freundlich, respektvoll und zuvorkommend, hat für alle ein Lachen übrig und nimmt sich für jeden die nötige Zeit. Älteren oder behinderten Menschen nimmt sie oft die Arbeit ab, hilft weiter, wo sie nur kann. Detlef Sibernik, der „freundlichste Busfahrer der Stadt Trier“, befährt vor allem die Uni-Linie und unterhält seine Gäste mit seiner ansteckenden guten Laune und seinen legendären Ansagen. Damit zaubert er jedem Morgenmuffel ein Lächeln auf die Lippen.

Palais e.V. hat Friedhelm Biesdorf mit einem Move Award ausgezeichnet. Mit seinen 70 Jahren engagiert er sich mit viel Einsatz für die Trierer Nothilfe, die er vor 25 Jahren mit aufgebaut hat. Der gemeinnützige Verein unterstützt Menschen, die Hilfe benötigen, mit Kleidung, Schuhen oder auch Möbeln. Außerdem konnte der Verein vielen Menschen die Chance auf eine Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt geben. 

Alex Rollinger, eine Trierer Institution, bekam den move-award von nestwärme e.V.  verliehen. Rollinger hat in Trier Pionierarbeit geleistet, indem er vor 20 Jahren das schwul-lesbische Zentrum SCHMIT-Z gegründet hat. Er hat viel dazu beigetragen, dass die Trierer offener geworden sind gegenüber homosexuellen Mitbürgern, und dass Schwule und Lesben heute selbstbewusst ihren Platz in einer toleranten Gesellschaft einnehmen.

Den Move Award-Schülerpreis erhielt Christina Breit. Die mehrfach nominierte Schülerin setzt sich, obwohl sie selbst eher schüchtern und zurückhaltend ist, in außergewöhnlichem Maß stets für ihre Mitschüler ein und vermittelt bei Problemen in ihrer Klasse. Marco Hontheim, Schlagzeuger der Pop-Rock-Band Jupiter Jones wird ihr den Preis überreichen.

Die Move-Initiative

Neben der Preisverleihung gibt es die Move-Initiative als Auszeich­nung „von mir zu dir“. Jeder kann jederzeit das move-Signet in Form von Stickern, Kärtchen, Buttons etc. an seine Mover, der ihn durch Achtsamkeit und Wertschätzung im täglichen Miteinander bewegt hat, verleihen. Die Form ist frei gestaltbar und steht im Internet auf www.move-award.de oder auf facebook zum download bereit – Fotos und Geschichten können anschließend auf facebook gepostet werden.

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