„Job und Karriere“ zum 6. Mal im Messepark Trier

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TRIER. Zum sechsten Male wurde im Messepark Trier die Bildungsmesse „job +karriere“ für Beruf, Ausbildung und Aufstieg veranstaltet, aber die Resonanz war nicht zufriedenstellend. Rund 50 Unternehmen informierten die Besucher bei der Messe über Bildungsmöglichkeiten, Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, zudem wurden Workshops, Mitmachwerkstätten und Fachvorträge angeboten. Aber nur rund 3500 Menschen besuchten die Messe.

Ob für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Ausbildungssuchende oder Weiterbildungsinteressierte – die Bildungsmesse „job+karriere“ bot eigentlich für jede Interessengruppe etwas. 50 Unternehmen, Schulen, Universitäten und Hochschulen und Verwaltungen boten drei Tage lang ein umfangreiches Wissens- und Informationsangebot an. Doch so richtiges Interesse für die „job + karriere“ war nicht zu verzeichnen. Wegen des Schülertages am Freitag war die Messe in diesem Jahr um einen Tag verlängert worden, wie Oliver Möller vom Veranstalter „Schneider Promotion & Transport“ erklärte. Es lohnte sich jedoch nicht unbedingt. Die Resonanz auf den  Schülertag war sehr durchwachsen.

„Bis zum Mittag war viel los, dann riss es abrupt ab. Der Schülertag war ein Versuch, man sollte es auch beim Versuch belassen“, sagte Patrick Haas von der Sparkasse Trier klar und deutlich. Auch Thomas Mersch von der IHK Trier sah das so. „Morgens war es am Freitag sehr belebt mit Schülerströmen, aber am Nachmittag lief mit Schülern nichts mehr“, sagte er. Auch der Samstag verlief relativ ruhig, von einem Riesenandrang konnte keine Rede sein. Oliver Möller war sich dessen bewusst. „Unser klassischer Tag mit viel Publikum ist nun mal der Sonntag.“ Als besonderen Gast hatte der Veranstalter Prof. Dr. Rita Süssmuth, Ex- Bundestagspräsidentin und heute Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes eingeladen. Sie besuchte einige Stände, referierte jedoch am Samstag nur vor rund 20 Gästen zum Thema „Bildungspotenziale nutzen – ein Leben lang“.

„Bildung schafft Zukunft“ lautete das Motto der diesjährigen „job+karriere“ und wies eigentlich genau auf die Anforderungen an die heutige junge Gesellschaft hin. Denn Ausbildung, Bildung und Weiterqualifizierung sind heute mehr denn je die wichtigsten Faktoren für eine gesicherte Zukunft. Wissen ist alles, aber man muss auch immer wieder erneuern, intensivieren und den aktuellen Bedingungen anpassen. Fachkräfte werden heute mit Kusshand gesucht, aber auch für sie steigt das Niveau des Anforderungsprofils ständig. Um in die nähere Auswahl zu gelangen, müssen Auszubildende erst einmal gefunden werden – und das gestaltet sich immer schwieriger. Allein in der Region Trier sind zurzeit noch 1000 Ausbildungsstellen allein im Handwerk nicht besetzt.

Auf der Messe stellten viele Unternehmen ihre Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten detailliert vor konnten so im günstigsten Fall Bewerber für eine Ausbildung direkt rekrutieren. Die Sparkasse Trier etwa suchte besonders Bankkaufleute und Mitarbeiter für ein Duales Studium. Der Sonntag war dann für Oliver Möller „wie erwartet der am besten besuchte Tag“ – aber eine Besucherzahl, die kein Lächeln auf sein Gesicht zauberte. Man kann es ohne Umschweife sagen: die „job + karriere“ hat ein Problem. „Wir hatten rund 3500 Besucher, zufrieden kann ich damit nicht sein. Wir werden uns nach der Messe zusammensetzen und das Feedback der Aussteller einholen und dann entscheiden, ob konzeptionelle Veränderungen durchgeführt werden“, so Möller. Ein Denkmodell ist schon jetzt, den Schülertag wieder zu streichen und die Messe generell um einen Tag zu kürzen. (hega)

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