Neues Kriminalhaus in Hillesheim eröffnet

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    HILLESHEIM. Deutschlands Krimihauptstadt Nummer Eins wird noch krimineller: 2007 wurde das Kriminalhaus von Krimiautor Ralf Kramp mitten im Ort in einer ehemaligen alten Gerberei eröffnet. Inzwischen war es zu klein geworden, jetzt erfolgte pünktlich zum Start der 2013er-Ausgabe des „Tatort Eifel“ die Eröffnung des neuen Kriminalhaus im Eifelstädchen.

     

    Ein ganzes Haus im Zeichen der Kriminalliteratur, das hatte es bis 2007 in ganz Deutschland noch nicht gegeben. Damals hatten der Krimiautor Ralf Kramp und seine Frau Monika mitten im idyllischen Hillesheim, das sich inzwischen zu Deutschlands Krimihauptstadt Nummer Eins entwickelt hat, ihr Kriminalhaus eröffnet.

    Hier, in und um die Krimihauptstadt Hillesheim, in einem Landstrich, der von Krimi-Altmeister Jacques Berndorf und vielen Kollegen zur der Krimi-Region schlechthin avanciert ist und die von literarischen Leichen nur so gepflastert ist, kann jeder Krimifan dem Genre so richtig auf den Grund gehen. Die Resonanz auf das „Museum“ war überwältigend. Krimifans pilgerten regelrecht zu Mord und Totschlag in der Eifel, wollten die Atmosphäre in Kramps Krimiszene mit und im Café Sherlock und vielen Krimiaccessoires erleben. Die Folge: Die Räumlichkeiten in der ehemaligen Gerberei platzten aus allen Nähten – es musste etwas getan werden.

    Im Frühjahr 2012 wurde deshalb das Gebäude „Am Markt 5-7“ gekauft, da hier die Bäckerei Kloep mit ihrem Café die Pforten schloss. Mit finanzieller Unterstützung der LEADER-Region Vulkaneifel (s. Infobox), wurde in den vergangenen Monaten kräftig in die Hände gespuckt um das fast 110 Jahre alte Gebäude umzubauen.  Zur Eröffnung des „Tatort Eifel“ war es jetzt soweit: Das neue Kriminalhaus bleibt weiter im Herzen des beschaulichen, aber mörderischen Eifelstädchen Hillesheim und wurde von Gästen wie Staatssekretär Walter Schumacher und Landrat Heinz-Peter Thiel eröffnet. „Das war für uns wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir sind mit den Umbauarbeiten geradezu ins Ziel hineingetorkelt“, beschrieb Ralf Kramp den Wettlauf mit der Zeit in den letzten Monaten.

    Das neue Kriminalhaus mit seinem einzigartigen Gesamtkonzept ist in einem 1904 gebauten altehrwürdigen Gebäude mit Giebeln, Türmchen, Erker und einem prächtigen Dachstuhl untergebracht. Bis vor kurzem noch ein Café liegt es nur wenige Minuten vom alten Standort entfernt. Das ganze dreistöckige Gebäude wurde zweckmäßig umgebaut. Um die alles zum „Thema Krimi“ auf über 500 qm nicht nur unter einem Dach zu haben sondern auch möglichst bequem in jeden Winkel zu kommen, wurde sogar ein Aufzug eingebaut. In den liebevoll eingerichteten Räumen, einen Kaffee der Marke „Schwarzer Tod“ kann man hier auch in einem originalgetreu nachgebauten Abteil des Orient-Express genießen, findet der Krimifan von Polizeimützen bis zu Mordinstrumenten alles, was schön gruselig und mörderisch ist.

    Mit dem Deutschen Krimiarchiv, das rund 27.000 Bände umfasst, dem Café Sherlock, dem Krimi-Kabinett, dem Antiquariat Krimi & Co. sowie der Buchhandlung Lesezeichen von Monika Kramp und dem KBV-Krimiverlag ist nun alles zum Thema Mord und Totschlag, Unterhaltung und Entspannung zusammen gefasst. Eine neue Attraktion ist auch der „begehbare Tatort“ – hier kann jeder Krimifan sich als Tatortermittler versuchen. (hega)

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