10 Tage Krimis satt: „Tatort Eifel“ eröffnet

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    GEROLSTEIN. Es ist wieder soweit: Bis zum 22. September verwandelt sich das „Krimiland Eifel“ für zehn Tage zum Treffpunkt der Deutschen Krimiszene. Bereits zum siebten Male veranstalten der Landkreis Vulkaneifel und das Land Rheinland- Pfalz im Rahmen des Kultursommers das Krimifestival „Tatort Eifel“. Am Freitag wurde die diesjährige Auflage im Lokschuppen Gerolstein eröffnet.

    Was 2002 noch klein begann, hat sich inzwischen zum wichtigsten Treffpunkt der Krimiszene in ganz Deutschland entwickelt. „Dass es so gut laufen würde, hatte man sich damals erhofft, aber es nie ernsthaft in Erwägung gezogen“, erinnerte Staatssekretär Walter Schumacher an die Anfänge. Inzwischen ist das Baby „Tatort Eifel“ erwachsen geworden und hat einen Bekanntheitsgrad erreicht, an den nie zu denken war. Die Veranstaltung ist längst zu einem bundesweit beachteten Ereignis geworden. Stars wie der verstorbene Schauspieler, Autor und Regisseur Jürgen Roland („Großstadtrevier“), Götz George, Senta Berger, Miroslav Nemec, Klaus Doldinger, Uwe Ochsenknecht oder Udo Wachtweitl waren bereits Gast beim Festival.

    Dem Münsteraner Tatort-Kommissar Axel Prahl und seinem Inselorchester war es diesmal vorbehalten, das Krimifestival „Tatort Eifel“ im Ambiente des „Lokschuppen Gerolstein“ zu eröffnen. Rund 500 Gäste waren beim Auftritt Prahls dabei, der nicht nur mit seiner neuen Rolle als Musiker, sondern auch mit einem Vollbart überraschte. Prahl alias Kommissar Frank Thiel zeigte, dass er auch dieses Genre beherrscht. Er bot den Gästen ein Konzert aus einer gelungenen Mischung aus Rock- und Jazz mit leisen Tönen, mit Liedern von Liebe, Lust, Leid und Leidenschaft.

    Staatssekretär Walter Schumacher brachte gezielt auf den Punkt, wer im Krimiland Vulkaneifel nach oben kommen kann. „Ohne einen kriminalistischen Hintergrund kann man hier keine Karriere mehr machen, das sieht man den letzten Landräten. Heinz Onnertz war Richter und Heinz-Peter Thiel war Leiter der Polizei in Daun.“ Der „Erfinder“ des Festivals, der zusammen mit dem „Chef“ Heinz-Peter Hoffmann den „Tatort Eifel“ ins Leben gerufen hatte, wurde an diesem Abend besonders geehrt: Michael Preute, als Jacques Berndorf mit seinen Eifel-Krimis einer der Vorreiter der regionalen Krimi-Literatur in Deutschland und quasi auch der Namensgeber des Festivals, wurde vom Trierer Polizeipräsident Lothar Schömann zum Ehrenkommissar ernannt. „Tatort Eifel“, das ist seit 2001 ein Anziehungspunkt für Krimifans, Autoren, Krimi- Schauspieler, Redakteure von ARD und ZDF, RTL und SWR, Produzenten und den Nachwuchs der deutschen Krimiszene. Filmpremieren, Preisverleihungen, Krimilesungen mit namhaften Autoren und Schauspielern, Workshops, Werkstatt- und Podiumsgespräche bieten bei „Tatort Eifel“ ein breitgefächertes Programm, das viel Zuspruch findet.

    In diesem Jahr sind Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Marie- Luise Marjan, Wolfgang Winkler und Jaecki Schwarz aus „Polizeiruf 110“, Deutschlands bekannteste (echte) Polizisten Toto & Harry, Schauspieler Jan-Gregor Kremp, Ludger Burmann, Diana Amft, Uwe Ochsenknecht, MDR- Kommissarin Claudia Michelsen, Hans- Peter Korff („Tatort“, „Diese Drombuchs“) sowie Elmar Wepper und Silke Bodenbender aus dem ZDF- Film „Das unsichtbare Mädchen“ dabei. Dieser Film wird in diesem Jahr auch mit dem „ROLAND“, dem Preis des „Tatort Eifel“ am 22. September bei der Abendgala in Daun ausgezeichnet. Einen Sonderpreis ROLAND erhält auch Ex- Ministerpräsident Kurt Beck an diesem Abend für seine langjährigen Bemühungen um das Krimifestival. (hega)

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