Miezen zeigen Krallen- knappe Niederlage gegen Leverkusen

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TRIER. Die Miezen unterlagen am Abend im zweiten Heimspiel der Saison gegen Bayer 04 Leverkusen knapp mit 27:28 (12:14). In der umkämpften Partie zeigten die Gastgeberinnen eine deutliche Leistungssteigerung, machten sich das Spiel dennoch selbst unnötig schwer.

Nach der unglücklichen Niederlage gegen die HSG Bensheim/Auerbach in der letzten Woche wollten die Trierer Handballerinnen heute gegen Bayer 04 Leverkusen den ersten Heimsieg feiern- dies gelang ihnen nicht. Zwar reisten die Rheinländerinnen sieglos als Tabellenletzte an die Mosel, spielten aber im Vorfeld gegen „Schwergewichte“ der Bundesliga (Buxtehuder SV, VfL Oldenburg, HC Leipzig) und befanden sich daher in der Favoritenrolle. Dieser wurden die „Werkselfen“ allerdings nur phasenweise gerecht, die Miezen hielten nach anfänglichen Startschwierigkeiten gut dagegen, zeigten trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Maria Krøyer Kampfgeist und bewiesen, dass sie zurecht in der höchsten Liga spielen.

Vor allem Torfrau Jessica Kockler hielt das Ergebnis durch überragende Paraden bis zum Ende offen. Trotz der sichtbaren Leistungssteigerung der Mannschaft von Spielertrainerin Cristina Cabeza Gutiérrez reichte es am Ende nicht zum Sieg, die Miezen agierten jeweils zu Beginn der Halbzeiten zu harmlos in der Offensive und gaben den Ballbesitz durch Fehlpässe und technische Fehler teils zu leichtfertig her.

Die Gastgeberinnen erwischten dabei keinen guten Start, bereits nach neun Minuten hatten sich die Leverkusenerinnen einen Vorsprung von fünf Toren herausgespielt (1:6). Durch ungefährliche Abschlüsse aus der zweiten Reihe und Fehlpässe luden die Miezen die Gäste in der Anfangsphase zu Tempogegenstößen ein, die allesamt erfolgreich durch die Bayer-Akteurinnen genutzt wurden. Zudem vergab die sonst so sichere Katrin Schneider einen 7-Meter, indem sie den Ball ans Lattenkreuz hämmerte. Ab der elften Minute kamen die Trierer Handballerinnen dann aber besser in das Spiel und behielten den Anschluss (6:8), obgleich Katrin Schneider, bisherige Topschützin der Saison, in der 18. Minute angeschlagen vom Platz musste und im ersten Durchgang nicht mehr spielte.

Ihre Rolle übernahm Natalie Adeberg, die sowohl in der Defensive stark agierte, als auch offensiv für Wirbel sorgte und mit insgesamt neun Treffern beste Werferin des Abends werden sollte. Die 20-jährige markierte per Siebenmeter den zeitweiligen Anschluss in der 19. Minute (8:9) Je näher die Halbzeitpause rückte, desto besser und souveräner agierte die MJC in der Abwehr. So blockte Cabeza während eines Konters geschickt die Bayer-Spielerin Desiree Comans und provozierte die Leverkusenerin zum Offensivfoul – Ballbesitz für die Miezen (23.). Allerdings blieb die Chancenverwertung mager, die Rheinländerinnen konnten sich immer wieder absetzen, ehe sich das Ergebnis am Ende des ersten Durchgangs auf einen Abstand von zwei Treffern einpendelte (12:14).

Den ersten Treffer des zweiten Durchgangs erzielten wiederum die Gäste und konnten ihren Vorsprung in bis zur 37. Minute auf vier Tore ausbauen (14:18). Ab diesem Zeitpunkt fand Trier wieder gut in die Partie und kämpfte sich Tor um Tor heran, auch begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen Ruta Latakaite-Willig. In der 41. Minute parierte Torfrau Kockler dann einen Strafwurf von Nair Egozkue, ehe Silvia Solic dann zwei Minuten später erstmals ausgleichen konnte (19:19). Die Gastgeberinnen verpassten aber, den Spieß vollends umzudrehen, immer wieder konnten sich die Spielerinnen von Heike Ahlgrimm absetzen.

In der 53. Minute kamen die unermüdlich kämpfenden Moselanerinnen wieder zum Ausgleich, als Megane Vallet sich sehenswert durchsetzte und zum 24:24 einnetzte. Das Spiel wurde nun hektisch, beide Mannschaften drängten auf den Sieg. Letzten Endes konnten sich die „Werkselfen“ aber durchsetzen, die nach dem Ausgleich von Vallet den Vorsprung wieder auf zwei Tore erhöhen konnten, nachdem Torfrau Natalie Hagel einen MJC-Angriff parierte und durch einen weiten Ball auf Marlene Zapf einen erfolgreichen Gegenstoß einleitete. Die Miezen kamen zwar durch Treffer von Vallet und Marta Pilmayer wieder zum Anschluss, die Zeit reichte aber nicht mehr aus, um die nun taktisch agierenden Leverkusenerinnen zu schlagen. So blieb es am Ende beim Ergebnis von 27:28. Bereits am kommenden Sonntag (15 Uhr) erwartet die Miezen ein schweres Auswärtsspiel beim HC Leipzig. (ros)

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