Sonnenblumen für HIV-Prävention

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TRIER. Die Trierer AIDS-Hilfe eröffnete am heutigen Dienstag ein Sonnenblumenfeld in Kürenz, bei dem Bürger gegen eine Spende von einem Euro die gelben Pflanzen selbst pflücken können – für einen guten Zweck: Der Erlös geht vollständig in die HIV-Aufklärung an Schulen. Neben der Schirmherrin und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani waren auch Initiatoren und Spender bei der Eröffnung dabei.

Ein brach liegendes Gelände an der Straße im Avelertal wurde für das Projekt vom Grünflächenamt der Stadt Trier in den vergangenen zwei Monaten gepflügt und eingesäht, auf rund 600 m² stehen nun die Sonnenblumen fast in voller Blüte. Ein Anblick, der nicht nur Schirmherrin Kaes-Torchiani gefällt, auch die Initiatoren rund um die Vorsitzende der Trierer AIDS-Hilfe, Ulla Meyer, sind erfreut, wie gut das Projekt bisher medial aufgenommen wurde. Der Gedanke dahinter ist denkbar einfach: Gegen eine Spende von einem Euro können Bürger sich selbst Blumen pflücken, alternativ auch Spendengutscheine als Geschenke in vielen Geschäften oder direkt online als Download erwerben. Der erzielte Erlös geht vollständig in die HIV-Aufklärung von Jugendlichen, eine Arbeit, der sich die Trierer AIDS-Hilfe besonders verpflichtet fühlt, wie Mitinitiatorin Katja Sauer betont.

Zu Beginn der Veranstaltung lobten Kaes-Torchiani und der Kürenzer Ortsvorsteher Bernd Michels das Engagement und die Kreativität der Initiatoren und versprachen, im nächsten Jahr wieder umfassende Hilfe bei der Verwirklichung eines „Sonnenblumenfelds 2014“.  Doch nicht nur von politischer Seite wird das Projekt unterstützt: Der Künstler Laas Köhler stiftete ein besonderes Kunstwerk, den 2008 von ihm entworfenen „Zaun der Solidarität“, der wie ein überdimensionales Gästebuch fungiert, an dem Besucher des Feldes Gedanken und Wünsche festhalten können.

Ferner erwarb Karin Kaltenkirchen, Geschäftsführerin des Modehauses Marx, bereits im Vorfeld Gutscheine im Wert von 1.000 Euro, die im Rahmen der diese Woche stattfindenden Modeschauen ihres Hauses an Mitarbeiter und Kunden verschenkt werden sollen. „Es ist wichtig, dass junge Menschen verantwortungsvoll mit sich und ihrer Gesundheit umgehen. Aufklärung in der schulischen Gemeinschaft ist die beste Prävention“, erklärte die Geschäftsfrau ihr Engagement für das Projekt.

Ein weiterer prominenter Gast war der Geschäftsführer des Schmit-Z, Alex Rollinger.  Im Interview stellte er klar, dass er die Arbeit der Trierer AIDS-Hilfe sehr schätzt und sich wünscht, dass viele Bürgerinnen und Bürger spenden, da „Prävention und Aufklärung trotz fortschreitender medizinischer Möglichkeiten ungemein wichtig bleibt. Jugendliche müssen über die ganze Thematik aufgeklärt werden, denn AIDS ist noch nicht heilbar“. Besucher des Feldes können 24 Stunden am Tag Blumen pflücken und ihre Spende oder Gutscheine in Sammelboxen werfen, die am „Zaun der Solidarität“ direkt am Rand des Feldes befestigt sind. (ros)

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