Nach zwei erfolgreichen Jahren – Jugendparlament wird neu gewählt

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TRIER. Von der Alkoholverbotsdebtte über Fahrradhelmtragen bis hin zum Open Air Kino. Die Bandbreite an Themen, mit denen sich das erste Trierer Jugendparlament beschäftigt hat ist groß. Sowohl organisatorisch, als auch öffentlichkeitswirksam haben sie gearbeitet. Nun steht die Neuwahl des „JuPa“ an. 

Im Mai sprach „lokalo“ noch mit dem Jugendparlamentsvorsitzenden Louis-Philipp Lang über mögliche Verbesserungsvorschläge für das nächste „JuPa“, schon steht die Neuwahl nun vor der Tür. Bis zum 23. Oktober können sich Jugendliche, die zum 20. November zwischen 10 und 17 Jahren alt sein müssen, bewerben. Dazu benötigen sie zehn Unterstützerunterschriften. 

Die Jugendlichen des neuen Parlaments erwartet eine „einfachere“ Legislatur. Schließlich hatten sie fleißige Vorarbeiter. Die jetzigen Mitglieder des Parlaments haben sich bereits eine Geschäftsordnung gegeben, die den Ablauf der Sitzungen regelt, verschiedene Arbeitsgruppen gebildet und rund um die normale Arbeit des JuPa viel organisatorische Vorleistung betrieben. In einer Fragebogenaktion wurden beispielsweise fast 1500 Jugendliche zu verschiedenen Themen befragt. Daraus entstanden viele Aktionen, die das Jugendparlament im vergangenen Jahr angbot. 

Aber vor allem machte dieses erste Trierer Jugendparlament aus, dass es nicht still war. Es mischte sich aktiv ein. Sowohl beim Schulentwicklungskonzept, als auch beim Alkoholverbot an Weiberdonnerstag. Viele hätten den jungen Parlamentariern sicher nicht zugetraut, sich so differenziert an öffentlichen Debatten zu beteiligen.

 

Das ist vor allem auch der Verdienst ihres Vorsitzenden Lang. Er war derjenige, der die Richtung vorgab. Nicht in der Debatte, aber in der Vorgehensweise. Der junge, aber ehrgeizige CDU-Politikneuling konnte dabei auch gekonnt zwischen Partei-Meinung und Parlaments-Meinung unterscheiden und fühlte sich in seiner Rolle sichtlich wohl. Aber auch andere Mitglieder des JuPa traten während ihrer Tätigkeit als „Abgeordneter“ in eine Partei ein. Und damit zeigt sich vor allem, dass die Jugendlichen heute nicht von Vornherein politikverdrossen sind. Wenn man sie aktiv einbindet, interessieren sie sind. Und eben das ist wohl der größte Erfolg des Jugendparlamentes: Jugendliche von Politik begeistern. 

1 KOMMENTAR

  1. Sehr guter Artikel! Differenziert, aber dennoch sehr persönlich. Dieses Einheitsgesülze, das man sonst überall liest ist furchtbar. Man merkt, dass Ihr Magazin das Jugendparlament länger verfolgt hat und sich für es interessiert, statt nur Terminankündigungen veröffentlicht.
    Ich für meinen Teil wünsche den jungen Talenten alles Gute auf ihrem Weg!

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