Goldenes Jubiläumswochenende für den Trierer Goldschatz – freier Eintritt mit Schatzsuche und Festvortrag

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TRIER. Anlässlich des 20-jährigen Fundjubiläums des größten Goldschatzes der römischen Kaiserzeit startet das Rheinische Landesmuseum Trier sein Festprogramm von Freitag, 6. bis Sonntag, 8. September mit dem Goldenen Jubiläumswochenende. An allen drei Tagen können die Besucherinnen und Besucher bei kostenlosem Eintritt von 10 bis 17 Uhr den Jahrhundertfund bestaunen und sich in einer Sonderpräsentation über die spannenden Fakten rund um den Goldschatz, sowie dessen Geschichte und die Erkenntnisse seiner Erforschung informieren.

Darüber hinaus gibt es auch im regulären Museumsrundgang die Möglichkeit, einiges zum Thema Gold zu entdecken – historische Zitate weisen quer durch die Epochen auf Reichtum, Gold und Schätze hin und verraten den Besuchern antike Ansichten über das wertvolle Edelmetall.

Während der Ausstellung vom 6. September 2013 bis 27. April 2014 bietet das
Museum jeden Samstag und Sonntag eine Schatzsuche für Familien an. Erstmals am Jubiläumswochenende liegen kostenlose „Schatzkarten“, mit denen Kinder das Museum und natürlich auch den Goldschatz entdecken können, an der Eintrittskasse bereit. Durch das Enträtseln von kniffligen Aufgaben und geheimen Codes lüften die Schatzsucher einige Geheimnisse rund um das Thema Gold. Mit der richtigen Lösung kann am Ende der Tour der Tresor, in dem eine goldene Überraschung wartet, geknackt werden.

Pünktlich zum Fundjubiläum erscheint zudem die große wissenschaftliche Publikation zum Trierer Goldschatz von Dr. Karl-Josef Gilles, Münzexperte des Rheinischen Landesmuseums. Am Freitag, 6. September um 19 Uhr informiert er bei freiem Eintritt im Rahmen eines Festvortrags mit Buchvorstellung über spannende Fakten des Ausnahmefunds und gibt erstaunliche Einblicke in die wissenschaftliche Auswertung des Schatzes.

Vom 6. September bis 9. Oktober haben die Besucher darüber hinaus die Möglichkeit drei Prunkgefäße aus der Großherzoglichen Silberkammer in Luxemburg zu bestaunen, die neben dem Trierer Goldschatz einen besonderen Blickfang darstellen. Die Objekte bestehen aus Teilen eines 1693 bei Perscheid entdeckten Schatzes, der 588 Aurei umfasste. Auf Anweisung des Trierer Kurfürst Johann Hugo von Orsbeck wurden 463 der Fundmünzen in acht Prunkgefäße eingearbeitet. Die Münzen, die 300 Jahre vor dem Trierer Goldschatz gefunden wurden, stellten bis 1993 den größten römischen Goldschatzfund auf deutschem Boden dar.

Der knapp 1800 Jahre verborgene „Trierer Goldschatz“ kam am 9. September 1993 bei Bauarbeiten in der Trierer Feldstraße ans Licht und stellt mit einem Gewicht von 18,5 kg und einem Umfang von mehr als 2650 Münzen den größten bis heute erhaltenen Goldschatz der Welt dar. In einem Bronzegefäß gelagert, wurden die Münzen wahrscheinlich im Jahr 196 n. Chr. während eines Bürgerkriegs in einem Keller versteckt und gerieten dort in Vergessenheit.

Die wissenschaftliche Bearbeitung des Funds verriet, dass es sich bei dem
Goldschatz nicht um ein privates Vermögen, sondern um eine Art öffentlich
verwaltetes Bankdepot handelte. Rechtzeitig zur Jubiläumsausstellung sind die 185 zur wissenschaftlichen Bearbeitung hinter den Museumskulissen aufbewahrten Münzen wieder mit den übrigen Goldmünzen im Landesmuseum vereint. Dort kann der Goldschatz neben einer beeindruckenden Anzahl weitere Münzen aus keltischer, römischer und fränkischer Zeit sowie Stücken der Trierer Erzbischöfe und Kurfürsten im Münzkabinett des Museums, dessen Sammlung zu den größten in Deutschland gehört, bestaunt werden.

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