Zum dritten Mal: Shake around the clock auf dem Hauptmarkt

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TRIER. Am Samstag um 12 Uhr wird es ernst für Alexander Brittnacher. „High Noon“ auf dem Hauptmarkt. Und das bis um Mitternacht. In den dazwischen liegenden zwölf Stunden will Brittnacher seinen eigenen Weltrekord im Cocktail-Mixen brechen, der derzeit bei 3064 steht. Für einen guten Zweck. Der gesamte Erlös kommt der VILLA KUNTERBUNT zugute.

Zwölf Stunden Cocktails mixen ist auch körperliche Schwerstarbeit, selbst wenn der 35-Jährige diese Mammutaufgabe nicht allein bewältigt, sondern fleißige Helfer hat, die wie er selbst auch, an diesem Tag ein leuchtendes Beispiel für das Ehrenamt geben. Mixen muss Brittnacher allein – und zwar ausschließlich Drinks, die aus mindestens vier verschiedenen Zutaten bestehen. Die fertigen Produkte, es gibt auch Antialkoholisches, werden dann auf dem Hauptmarkt an Zuschauer und Passanten gegen Spenden abgegeben. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 10 000 Euro für die VILLA KUNTERBUNT (www.Villa-Kunterbunt-Trier.de) zusammen, eine Einrichtung, die sich unter der Leitung von Dr. Christoph Bock um die Langzeitbetreuung chronisch kranker Kinder kümmert. Ein enorm hoher Betrag, den Brittnacher dennoch gerne steigern würde. Was aber nicht nur von der Zahl der von ihm gemixten Getränke, sondern auch von der Spendenbereitschaft der Besucher abhängig ist. Von seiner Seite hat Brittnacher alles getan – auch die Lieferanten der Zutaten, von den flüssigen Bestandteilen der Cocktails (Säfte, Alkohol) über die Früchte und die Unmengen Eis, die verbraucht werden – sie alle gehen mit gutem Beispiel voran und spenden für den guten Zweck.

„Jetzt muss ich meinen Job machen und die Leute, die meine Cocktails trinken in ihre Tasche greifen, um diese Aktion aktiv zu unterstützen“, sagt Brittnacher, der Bernhard Kaster (MdB) als Schirmherrn für die Veranstaltung gewinnen konnte.

Der ohnehin schon spannenden Vita wird Jurist Brittnacher, der aus Taben-Rodt stammt und in Hamburg wohnt, in Kürze noch ein weiteres interessantes Kapitel hinzufügen. Der DFB wird ihn als Berater in Sicherheitsfragen für die WM 2014 engagieren. „Da freue ich mich drauf“, so Brittnacher, „aber jetzt gilt erst einmal meine ganze Konzentration dem Weltrekordversuch auf dem Hauptmarkt.

Eine lobenswerte und beispielhafte Aktion, wie praktische Hilfe auch im Ehrenamt geleistet werden kann. Im Sinn der Kinder, denen das Geld letztendlich zugutekommt, kann man Brittnacher nur gutes Wetter und viele trink- und spendenfreudige Gäste wünschen. Oder, wie er es kurz und prägnant formuliert: „Cheeers“. (wir)

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