Fußball-Oberliga: Stillstand beim FSV Salmrohr

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SALMROHR. Der FSV Salmrohr hat sich mittelfristig aus der Spitzengruppe der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar verabschiedet. Nach dem 0:0 vor 370 Zuschauern gegen den gegenüber dem Oddset-Cup stark verbesserten VfR Borussia Neunkirchen ist erst einmal ordentlich Luft zu den Topteams.

„Ich habe heute nichts zu sagen, denn die Leistung in der ersten Halbzeit war unterirdisch und hat mir die Lust genommen, noch etwas zum Spiel zu sagen.“ So eröffnete FSV-Präsident Helmut Meeth die Pressekonferenz nach der Partie. Trainer Patrick Klyk packte noch was drauf: „Wenn ich das Geld hätte, hätte ich in der Halbzeit jedem Zuschauer sein Eintrittsgeld zurückgegeben.“

Diese Aussagen geben den Spielverlauf und die Qualität der Partie treffend wieder. Neunkirchen war nach vier kurzfristigen Nachverpflichtungen, darunter der überragende Athanasios Noutsos, der zuvor für den SVN Zweibrücken spielte, gegenüber den Vorbereitungsspielen nicht wiederzuerkennen. Noutsos, der von den Salmtalern nie kontrolliert werden konnte, zwang Grub zu einigen Paraden und traf dazu noch einmal die Latte (81.).

Die besten Gelegenheiten für Salmrohr sind schnell aufgezählt. Christian Schroeder scheiterte nach einem Alleingang (10.), Alexander Adrian (54.) mit einem Fernschuss, Murat Adigüzel mit einem Kopfball (67.) und Lars Schäfer verzog kurz vor Schluss einen Gewaltschuss. Insgesamt hatte der FSV im besten Fall eine halbe Stunde mehr vom Spiel, agierte in der zweiten Halbzeit aber zumindest bissiger und mit mehr Einsatz.

Vor dem Wechsel kauften die Borussen den Gastgebern mit einer überraschend offensiven Spielweise und frühem Gegenpressing nicht nur den Schneid ab, sondern waren auch klar überlegen. Der Punkt ist für Salmrohr angesichts der Zielsetzung, oben mitspielen zu wollen, sicherlich zu wenig. Die Frage muss nach den bisherigen Vorstellungen aber auch erlaubt sein, ob die Mannschaft in der derzeitigen Zusammensetzung und Verfassung überhaupt das Potenzial dafür hat. Sicher tun die Ausfälle weh – das allein darf aber nicht als Begründung für die zumindest vor dem Wechsel desolate Vorstellung sein. (wir)

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