Blut kann Leben retten: Spendenaktion an der Universität Trier

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TRIER. Am 16. September findet in der Zeit von 10 – 15 Uhr eine Blutspendenaktion an der Trierer Universität statt. Das Rote Kreuz ruft auf, möglich zahlreich zu erscheinen, um Menschen, die auf fremdes Blut angewiesen sind, einen humanitären Dienst zu erweisen. Neben der Solidarität mit den Hilfebedürftigen erhält der Spender einen umfangreichen Überblick über den eigenen Gesundheitsstatus.

 

Statistiken besagen, dass 80% der Deutschen irgendwann in ihrem Leben auf eine Blutkonserve angewiesen sind. Dem steht ein Spendenaufkommen von lediglich 3,5 % gegenüber. Allein dieser Vergleich zeigt die enorme Wichtigkeit von Blutspendenaktionen. Insbesondere Patienten mit Leukämie sind auf das Blut von gesunden Personen angewiesen. Bei Blutkrebs kommt es häufig zur einer Überproduktion von funktionsuntüchtigen weißen Blutkörperchen, die weitere wichtige Blutbestandteile verdrängen. Infolgedessen entsteht ein Mangel an funktionstüchtigen weißen Blutkörperchen, roten Blutkörperchen und Blutplättchen.

Diese lebensnotwendigen Stoffe müssen den Erkrankten extern zugeführt werden. Doch auch Patienten, die bei einem Unfall eine große Menge an Blut verloren haben, sind auf vorhandene Blutkonserven und demnach auf die Spendenbereitschaft der Allgemeinbevölkerung angewiesen. Darüber hinaus werden rote Blutkörperchen bei Operationen gebraucht und das Plasma hilft Menschen mit Blutgerinnungsstörungen.

Jeder gesunde Erwachsene darf bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden. Bei der Erstspende wird die Person zunächst registriert. Dazu muss der Spender einen gültigen Personalausweis vorzeigen. Danach werden Fragen zu Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen und dem aktuellen Gesundheitszustand beantwortet. Da bei der ersten Spende noch nicht feststeht, ob das Blut der Person verwendet werden kann, wird zuvor eine kleine Blutprobe entnommen. Diese wird erst nach der eigentlichen Spende untersucht. Dann kann entschieden werden, ob das überlassene Blut zur Weitergabe geeignet ist. In jedem Fall erhält der Erstspender, einige Tage nach der Aktion, ein umfangreiches Feedback über seinen aktuellen Gesundheitszustand. Darüber hinaus erfährt er seine Blutgruppe und Rhesusfaktor.

Der Blutspendenvorgang dauert circa 10-15 Minuten. Nachdem zuvor mittels einer kleinen Blutprobe ermittelt wurde, ob der Spender genügend Blut zum Spenden hat, folgt der eigentliche Prozess. Dabei wird das Blut der Person, die während der Blutabnahme auf einer Liege liegt, über einen Schlauch in einen Kunststoffbeutel geleitet. Anschließend muss der Spender weitere 10-15 Minuten liegen bleiben.

Bereits im März 2010 beteiligten sich knapp 100 Personen an einer Spendenaktion an der Universität. Dabei nahmen viele Personen zum ersten Mal teil und erhielten ihren eigenen Blutspenderausweis. Auch in diesem Jahr erhofft sich das Rote Kreuz wieder eine hohe Zahl an Teilnehmern. Dabei sind vor allem Erstspender, aber natürlich auch solche, die ihr Blut regelmäßig anderen Menschen zur Verfügung stellen, herzlich willkommen. Die Aktion findet am 16. September in der Zeit von 10 – 15 Uhr in den Räumen A6, A7 und A8 des A/B-Gebäudes der Universität Trier statt. (tw)

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1 KOMMENTAR

  1. Ich würde in Trier gerne Blut spenden… Leider sind die Termine aber immer so gelegt, dass man als Arbeitnehmer in Lux nie die Möglichkeit hat… Oder es gibt Möglichkeiten und diese werden nicht kommuniziert.

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