Willis Korbleger

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„Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß!“ Was für die Gesellen in Schillers „Lied von der Glocke“ gegolten hat, wird ab heute für die Basketballer des Bundesligisten TBB Trier Wirklichkeit. Bis zum 3. Oktober bleiben Headcoach Henrik Rödl und seinen vier Mitstreitern im Trainerstab Zeit, ihren fast komplett neu zusammengestellten Kader in Hochform zu bringen.

„Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß!“ Was für die Gesellen in Schillers „Lied von der Glocke“ gegolten hat, wird ab heute für die Basketballer des Bundesligisten TBB Trier Wirklichkeit. Bis zum 3. Oktober bleiben Headcoach Henrik Rödl und seinen vier Mitstreitern im Trainerstab Zeit, ihren fast komplett neu zusammengestellten Kader in Hochform zu bringen.

An sechs Tagen je zwei bis drei Mal Training, dazu die individuellen Einheiten und die Vorbereitungsspiele – Schiller wird Recht behalten. „Es wird spannend“, sagt Rödl, womit er aber nicht meint, ob es ihm und seinen Mitstreitern gelingt, aus einer Ansammlung von Individualisten eine schlagkräftige und harmonische Einheit zu formen. Dieser Ausspruch ist eher perspektivisch für die Saison zu sehen. Dass die TBB auch in der kommenden Saison wieder eine schlagkräftige Mannschaft haben wird, eine, die als verschworener Haufen auftritt und es nie an Einstellung und Willen mangeln lässt, darf als sicher angenommen werden.

Denn Anlass, daran zu zweifeln, besteht nicht. Seit drei Jahren schwingt der 44-jährige Offenbacher in Trier das Zepter und in dieser Zeit hat er der eine Zeit lang darbenden TBB wieder Leben eingehaucht. Oft genug sprang der Funke der Euphorie von der Mannschaft aufs Publikum über – nicht nur umgekehrt. Die Mannschaften verkörperten die typischen Tugenden, die auch schon den Spieler Rödl ausgezeichnet haben, dass den Spielern selbst bei Niederlagen Begeisterung entgegenschlug. Die Vorzeichen, dass der Spagat, mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln auch der Upper Class der Liga die Stirn zu bieten, haben sich nicht geändert.

Was, wann und wie geschieht, ist akribisch geplant. Anders kann Headcoach Henrik Rödl mit der Unterstützung seines vierköpfigen Trainerstabs auch gar nicht arbeiten. Die Grundwerte, die er bei seinen Schützlingen voraussetzt, bringen sie mit, sonst hätten sie das Auswahlverfahren nicht überstanden. Denn bei der Verpflichtung der Spieler ist der Charakter von ebenso elementarer Bedeutung wie das sportliche Können und die Position(en), die sie einnehmen können. Auf dieser Basis erfolgt in den nun noch knapp zwei Monaten alles das, was sie wieder dazu befähigen wird, die Arena zum Kochen zu bringen. Auf dem Stundenplan stehen: Grundlagentraining zur Maximierung der körperlichen Fitness kombiniert mit Teambuilding, die Vermittlung der speziellen Rödl’schen Spiel-Philosophie gepaart mit der dazu erforderlichen taktischen Schulung. Die Hierarchie innerhalb des Teams, die für eine harmonische Einheit unerlässlich ist, ergibt sich dann von selbst.

Schon jetzt steht fest, dass sich die Fans der Trierer nicht nur auf viele neue Gesichter, sondern auch auf Basketballer freuen dürfen, die zu einem großen Teil für eine spektakuläre Spielweise bekannt sind. Und das werden sie nicht nur individuell umsetzen, sondern auch als Team. Vielleicht wird der geneigte Fan den schnellsten Basketball sehen, der jemals von einer Trierer Mannschaft geboten wurde. Wie sagte Rödl doch: „Es wird spannend.“ Ich freue mich drauf – ich hoffe, Sie auch.

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