80 Heißluftballone kämpfen um den „SWT-Cup“

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TRIER. Am gestrigen Samstag ließen sich erneut viele Besucher vom farbenprächtigen Schauspiel der Mosel-Ballon-Fiesta auf dem Föhrener Flugplatz verzaubern. Bei optimalen Wetterbedingungen traten 80 angemeldete Teams aus acht verschiedenen Nationen zur zweiten Fuchsjagd, dem „SWT-Cup“, gegeneinander an.

Für einen Beitrag von 150 € konnten sich Besucher den Traum erfüllen, die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten. Doch bevor es sich die Mitfahrer im Korb gemütlich machen dürfen, müssen sie beim Aufbau mithelfen. Kurz vor 17.30 Uhr verlassen die Hänger mit den Equipments den Hangar des Föhrener Flugplatzes. Die Teams steuern den Platz an, der ihnen vorher von den Verantwortlichen für den Ballon-Aufbau zugeteilt wurde. Kurze Zeit später strömen die ersten Mitfahrer auf die asphaltierte Startbahn und warten darauf, von den Piloten abgeholt zu werden. Auch Niklas (28 Jahre) und Marie (27 Jahre) aus Trier ist die Vorfreude anzumerken. „Ich habe die Ballonfahrt von Niklas zum Geburtstag geschenkt bekommen. Damit geht für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung“, strahlt Marie. „Jetzt, kurz bevor es losgeht, ist mir aber ein wenig unwohl. Gut, dass der Weinstand in der Nähe ist“, scherzt die Triererin.

Wie jedes Jahr gingen auch bei der 10. Ballon-Fiesta, der siebten in Föhren, die „Fire Balloons“ der Firma Schroeder aus Schweich an den Start. Schon seit früher Kindheit fasziniert Geschäftsführer Theo Schroeder die Luftfahrt. 1985 fasste er den Entschluss, eigene Heißluftballone herzustellen. „Das Angebot überzeugte mich damals nicht. So kam ich auf die Idee, einen eigenen Betrieb zu eröffnen“, sagt Schroeder. Mittlerweile sind die „Fire Balloons“ über die Grenzen Deutschlands hinaus zu einem anerkannten Markennamen herangereift.

Zur zweiten Fuchsjagd trat das Team aus Schweich mit zwei besonders sehenswerten Ballonen an. Um 18 Uhr erhoben sich zwei riesige Katzenköpfe in den blauen Föhrener Abendhimmel. Doch zuvor mussten die Luftfahrzeuge startklar werden. „Eigentlich reichen zwei Personen dafür. Hier geht es aber auch um Geschwindigkeit, daher sind wir mit einem größeren Team angereist und haben somit mehr Hände zur Verfügung“, erklärt Schroeder.

Ein Heißluftballon besteht aus einem Korb, einem Brenner und der Ballonhülle. In dem Korb, der entweder geflochten ist oder aus einem Holzrahmen besteht, finden bis zu vier Personen Platz. Darüber hinaus beherbergt der Korb den Brennerrahmen mit vier Propangasflaschen. Zum Aufbau des Ballonkorbes wird der Rahmen durch die Brennerstützen mit dem Korb verbunden. Danach kommt die Ballonhülle ins Spiel. Zuerst wird sie mit dem Ballonkorb verbunden. Anschließend bläst ein Ventilator Kaltluft in ihr Inneres. Am oberen Ende der Hülle befindet sich der runde Parachute, der mit Klettverschlüssen versehen ist. Zum kontrollierten Sinken während der Fahrt öffnet der Fahrer den Verschluss, um Luft abzulassen. Die letzte Tätigkeit vor dem Abheben ist das Befüllen der Hülle mit heißer Luft durch kontrollierte mehrfache Flammstöße, damit er sich aufrichten kann. Dann ist der „Heißluftballon“ ist startbereit.

Zu einer stimmungsvollen Ballon-Fiesta gehört auch ein adäquates Rahmenprogramm. Von 19 Uhr an sorgte die Rockband „begood“ auf dem angrenzenden Industrieparkgelände für gute Stimmung. Das Kinderparadies mit einer Hüpfburg, einem Rodeo-Ride und einer überdimensional großen Dartscheibe lud zum Toben und Spielen ein.

Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Bestes Wetter, ein buntes Rahmenprogramm, freier Eintritt und familienfreundliche Preise für Speisen und Getränke. Die meisten werden sicherlich nächstes Jahr wiederkommen, wenn es wieder heißt: „Glück auf, Land ab.“ (tw)

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