Leichte Übung für Salmrohr – Klatsche für Mehring

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SALMROHR/BURGBROHL. Der saarländische Aufsteiger FC Hertha Wiesbach bestätigte im Gastspiel beim FSV Salmrohr die Eindrücke, die er in den vier Spielen zuvor in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auch schon hinterlassen hatte. Auswärts ist das Team harmlos. Nach dem 4:0 (2:0) des FSV gegen den Hertha bleiben die Gäste auf fremden Plätzen punktlos bei 1:14 Toren in drei Spielen. Ähnlich wie Wiesbach in Salmrohr präsentierte sich Mehring in Burgbrohl. Am Ende stand eine 0:4 (0:1)-Niederlage zu Buche.

 

Der Sieg der Salmrohrer  hätte weitaus deutlicher ausfallen können – und er wäre es wohl auch, wenn die Beine bei brütender Hitze nicht schwer geworden wären und der letzte Biss angesichts der haushohen Überlegenheit nicht gefehlt hätte. Wo die Reise hingehen sollte, das war spätestens nach sechs Minuten klar, als Christian Schroeder eine Flanke von Mathias Fischer mit einem wuchtigen Kopfstoß in die Maschen setzte.

Salmrohr blieb ständig am Drücker, hatte ab und an aber Probleme sich gegen die massierte Abwehr der Gäste durchzusetzen. Dass die aber gut daran taten, sich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, zeigte sich in der 41. Minute, als Murat Adigüzel, neben Daniel Braun bester Salmrohrer, sich im Mittelfeld den Ball erkämpfte und dann im ICE-Tempo in Richtung Gästetor sprintete und sicher zur Halbzeitführung verwandelte. Das Vorhaben der Gäste und die Erwartung der Hausherren, dass nach der Pause mit verstärkter Gegenwehr zu rechnen sei, wurde nicht wahr. Acht Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Fabio Fuhs seinen ersten Treffer für die Rothemden, als er eine Ecke von Markus Bauer per Kopf ins Netz wuchtete. Es folgten einige sehenswerte Angriffe, die ohne Ertrag blieben. Den Schlusspunkt setzte Adigüzels Gegenspieler Michael Fritsch, der ein Zuspiel von Julian Bidon verhindern wollte und dabei den Ball unhaltbar ins eigene Tor grätschte.

Trainer Patrick Klyk bat um Verständnis, dass seine Elf am Ende der Englischen Woche etwas mit den Kräften haushalten wollte: „Es war aber dennoch ein souveräner Sieg von uns.“ Dafür spricht auch die Tatsache, dass Wiesbach nur zwei „halbe Chancen“ hatte und Schlussmann Sebastian Grub nicht ernsthaft eingreifen musste. Hertha-Trainer Helmut Berg gab unumwunden zu: „Nach zwei derben Auswärtsniederlagen konnte niemand ernsthaft von uns erwarten, dass wir uns mit diesem starken Gegner spielerisch messen wollten.“

FSV Salmrohr: Sebastian Grub – Daniel Petersch, Daniel Braun, Fabio Fuhs, Mathias Fischer  – Daniel Schraps (68. Pascal Meschak), Alexander Adrian – Markus Bauer (56. Tim Hartmann), Robin Mertinitz (56. Julian Bidon), Christian Schroeder – Murat Adigüzel (67. Sebastian Schäfer)

Tore: 1:0 (6.) Christian Schroeder, 2:0 (41.) Murat Adigüzel, 3:0 (53.) Fabio Fuhs, 4:0 (76.) Michael Fritsch (Eigentor)

Schiedsrichter: Dominik Beringer (Ludwighafen) – Zuschauer: 238

„So kannst du in der Oberliga nichts reißen“, lautete das ernüchternde Fazit des verletzten Spielertrainers Dino Toppmöller nach der 0:4 (0:1)-Pleite des SV Mehring beim Oberliga-Aufsteiger Spvgg. Burgbrohl. Toppmöller nannte die Niederlage, zu der seine Elf „mit zum Teil krassen individuellen Fehlern beigetragen hat, völlig verdient.“ Da konnten auch die Worte seines Gegenübers Klaus Adams nicht trösten, der den Sieg seiner Mannschaft als „zu hoch“ einordnete.

Zu viele Ausfälle waren für Toppmöller ein wesentlicher Grund für das unerwartet deutliche Resultat. Zu den schon bekannten Verletzten gesellte sich auch noch Andreas Hesslein dazu, der nach 40 Minuten wegen Adduktorenproblemen vom Feld musste. Damit fehlte nicht nur ein Leistungsträger, sondern, wie Toppmöller es formulierte, „eine Persönlichkeit auf dem Platz, die im entscheidenden Moment mal die Ärmel hoch krempelt.“

Insgesamt hatte der SVM nur drei Möglichkeiten durch Markus Schottes (2) und Xavier Alsina-Fonts. Zu wenig, um gegen die Eifeler, die vor 200 Zuschauern durch Stefan Krämer (37.), Damir Mrkalj (62.), nochmals Krämer (76.) und Norman Wermes (82.) ins Schwarze trafen, ein besseres Resultat zu erzielen.

SV Mehring: Philipp Basquit – Johannes Diederich, Andreas Hesslein (40. Yannick Müller), Mario Kön (60. Simon Monzel), Christoph Eifel – Maximilian Meyer, Markus Schottes – Carsten Cordier, Xavier Alsina-Fonts, Sven Kohlei (66. André Weinberg) – Tommy Toppmöller.

Tore: 1:0 (37.) Stefan Krämer, 2:0 (62.) Damir Mrkalj, 3:0 (37.) Stefan Krämer, 4:0 (82.) Norman Wermes

Schiedsrichter: Peter Klein (Guldental) – Zuschauer: 200

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