TBB Trier: Warren Ward-karg und ein öffentliches Training

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TRIER. Schönstes Sommerwetter, tolles Ambiente: Die Teamvorstellung des Basketball-Bundesligisten TBB Trier war ein voller Erfolg. Beim Smalltalk mit Tom Rüdell und Heiko Schmitz sorgte die eine oder andere Aussage der Spieler auch für Lacher im Publikum. Zu einer Saisonprognose ließ sich im Vorfeld des ersten Teamtrainings niemand hinreißen.

Schon im Vorfeld der Hauptveranstaltung, die um 14 Uhr begann, hatten die anwesenden Fans die Möglichkeit, Autogramme von ihren Vorbildern zu ergattern. Vor allem die Kinder hatten ihren Spaß beim Passspiel und dem Posieren für Fotos mit den BBL-Stars. Die Location im Brunnenhof bot das perfekte Ambiente, um das neue TBB Team bei einem kalten Erfrischungsgetränk näher kennenzulernen. Da war es auch nicht weiter schlimm, dass mit Andreas Seiferth und Jermaine Anderson noch zwei wichtige Spieler fehlten. Der Center und der Aufbauspieler sind noch mit ihren jeweiligen Nationalteams unterwegs.

Anschließend wurden die Teammitglieder des neuen Kaders, von der kleinsten Rückennummer aufsteigend, auf die Bühne gerufen und von Pressesprecher Tom Rüdell und Heiko Schmitz mit Fragen gelöchert. Antony Canty, der einen Drei-Jahres-Vertrag bei den Moselstädtern unterschrieben hat, musste als erster auf die Bühne und hat schon die Vorzüge seiner neuen Heimat kennengelernt. „Ich mag das Wetter hier. Oben im Norden ist es sehr windig, kalt mit viel Regen, während es hier sehr warm ist“, fasste Canty zusammen und stellte zudem fest: „Außerdem ist es hier sehr voll. Es wimmelt vor Touristen.“

Erst etwas auftauen musste Neuzugang Warren Ward, der frei nach dem Motto „Bloß kein Wort zuviel und ja nichts Falsches sagen“ agierte. Seine Antwort auf Dinge, die er mag, war dann ebenso amüsant, wie eine Bestätigung des ersten Eindrucks. „Ich mag diesen Ort, Essen und Basketball.“ Beim Publikum kam er gut an – nach der Spielervorstellung zeigte sich der sympathische Kanadier dann auch von der gesprächigeren Seite und zeigte keinerlei Berührungsängste mit den Fans. Ein typischer Kanadier eben.

Trevon Hughes sorgte für den wohl größten Lacher im Publikum. Bei der Frage von Tom Rüdell, was er bisher von der wunderschönen Stadt Trier gesehen habe, antwortete Hughes mit „Fitness First“ (Anm. d. Red.: das ist das Fitness-Studio der TBBler). Viel Zeit die Stadt zu erkunden hatten die Schützlinge von Henrik Rödl auch noch nicht. Hughes legte einen sehr selbstbewussten Auftritt hin und lobte die zwar sehr unterschiedlichen, aber perfekt harmonierenden Mitglieder im Team. „Wir machen die ganze Zeit Witze und die Stimmung ist super“, fand er nur lobende Worte für seine neuen Teamkameraden. Er erwartet ein TBB-Team, das mit seinen starken Schützen zum unangenehmen Gegner werden dürfte. „Unser Ziel muss es sein, dass keine Mannschaft gerne nach Trier kommt.“

Zu den neuen Spielern gehört auch A2-Nationalspieler Stefan Schmidt, der sich schon kulturelle Highlights in Trier angeschaut hat. „Ich wohne mitten in der Stadt und im Gegensatz zu Bayreuth ist hier richtig was los. Das ist ungewohnt, aber ich denke man gewöhnt sich dran“, glaubt Schmidt, in Trier schnell heimisch zu werden. Interessant: Im Gegensatz zu den meisten Basketballern hat er kein überdurchschnittliches Interesse an Videospielen. Center Schmidt: „Ich bin lieber draußen in der Natur.“

Luka Buntic und Mathis Mönninghoff haben den Sommer über viel trainiert. Mönninghoff will sich seine Minuten erkämpfen und „in der Vorbereitung Gas geben“. Das will auch Laurynas Samenas, der ganz hervorragende Anwendungstipps für all diejenigen hat, die ähnlich erfolgreich von der 6,75-Meter-Linie agieren wollen, wie der litauische Scharfschütze: „Einfach werfen.“ Samenas bezeichnet Wakeboarding als eines seiner Hobbies – auf dem Triolago in Riol sollte er dieser Freizeitbeschäftigung problemlos nachgehen können.

Nach ihm kommt Vitalis Chikoko auf die Bühne, der in der Summerleague bei den Houstons Rockets viel gelernt hat. Auch beim Eurobasket-Camp in Treviso hat sich der Simbabwer durch das hohe Niveau laut eigener Aussage weiterentwickelt und freut sich auf seine neuen Aufgaben auf der Position Vier, die er sich mit Jermaine Bucknor teilen wird.

Baby Buck lässt auf sich warten – Morgen Teambuilding – Öffentliches Training in den nächsten zwei Wochen?

Bucknor selbst war gut gelaunt und erwartet die Ankunft seines Sohnes. Seine Frau Beth ist hochschwanger, der erwartete Entbindungstermin war am Freitag. Als seine Frau ihn während des Gesprächs auf der Bühne kontaktierte, schaute der Kanadier nervös auf sein Smartphone – konnte der Veranstaltung aber weiterhin beiwohnen. Baby Buck lässt weiter auf sich warten. Genau wie der neue TBB-Spielmacher Jermaine Anderson, über den Bucknor nur Positives zu berichten hat: „Jermaine ist eine tolle Verpflichtung für uns, da er sehr uneigennützig ist und eine tolle Persönlichkeit mitbringt. Die Coaches haben einen tollen Job gemacht, ihn nach Trier zu holen.“

Euphorisch wird der 29-Jährige und damit zweitälteste Spieler im TBB-Kader, wenn er über die Charaktere im neuen Team spricht. „Wir sind noch nicht einmal eine Woche zusammen und haben jetzt schon eine Teamchemie, die ich so teilweise noch nicht einmal nach einem ganzen Jahr in einer Mannschaft erlebt habe. Es macht echt Spaß mit diesen Jungs und freue mich auf das Training“, fasste Bucknor die ersten Tage der Vorbereitung zusammen.

Thomas Päch und Henrik Rödl betraten anschließend die Bühne. Rödl bestätigte Jermaines Einschätzung und wiederholte die Aussagen aus dem lokalo.de-Sommerinterview. Päch gab preis, dass morgen ein Teambuilding-Event ansteht. Was genau auf dem Plan stehen wird, wusste selbst der Co-Trainer noch nicht. „Das wird wohl das größte Highlight der Vorbereitung. Mal schauen was wir machen, denn das wissen wir selber noch nicht genau, sondern lassen uns überraschen.“

Der neue sportliche Leiter Frank Baum gab einen kurzen Einblick in sein Aufgabenfeld. Vor allem die Jugendarbeit will Baum weiter fördern und junge Talente schon frühzeitig an den TBB-Kader heranführen. Zum Abschluss betrat Sascha Beitzel die Bühne und gab einen Einblick in die finanzielle Situation des Bundesligisten. „Momentan ist es so, dass ich ein Lächeln im Gesicht habe, aber noch kein Lachen“, räumte der Vorstandsvorsitzende ein, dass es trotz positiver Entwicklungen im Sponsorenbereich immer noch jede Menge Raum für Verbesserungen gebe. Die TBB Trier sucht immer noch nach Geldgebern, die den Spitzenbasketball in der Region unterstützen.

Bei einem Thema waren sich alle Spieler und das Trainergespann einig: Es ist noch viel zu früh, um Prognosen über die Leistungsstärke des neuen Kaders und die Chancen in der Beko BBL abzugeben. Bislang hat das Team, das noch auf zwei potenzielle Starter verzichten muss, noch kein einziges Teamtraining bestritten.

Interessant: Rüdell gab im Rahmen der Teamvorstellung bekannt, dass es ein öffentliches Training geben wird – womöglich schon innerhalb der nächsten beiden Wochen. Den genauen Termin erfahren die Fans zeitnah – natürlich auch auf lokalo.de. (cw)

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