Dem Himmel so nah

0

TRIER-FÖHREN. Bereits zum 7. Mal hieß es am gestrigen Freitag auf dem Flugplatz Trier-Föhren, getreu dem alten Heißluftballonfahrer-Gruß, „Glück auf, Land ab“. Bei optimalen Wetterbedingungen erlebten die Besucher einen Fallschirmsprung der amtierenden Weinkönigin der Römischen Weinstraße, den Abendstart der 80 Heißluftballone und ein buntes Rahmenprogramm mit Livemusik und großem Kinderspielparadies.

 

Kurz vor der offiziellen Eröffnung durch die Weinkönigin Anna Burg, informierte der Geschäftsführer des Zweckverbandes „Industriepark Region Trier“, Reinhard Müller, die Besucher über die Wetterprognose, das große Interesse seitens der Ballonfahrer-Teams und das Tagesprogramm. „Petrus muss ein Ballonfahrer sein. Bisher hatten wir jedes Jahr Glück mit dem Wetter. Auch für heute und morgen ist sonniges Wetter mit hohen Temperaturen und wenig Wind vorhergesagt“, freute sich Müller. Stolz berichtete er weiter über die enorme Nachfrage von Ballonfahrer-Teams aus acht verschiedenen Nationen. „Wir hatten über 110 Anfragen. Aus Sicherheitsgründen musste leider einigen Fahrern abgesagt werden. Mit den 80 Zusagen sind wir schon etwas von unserem eigentlichen Plan abgewichen, maximal 50 Teams die Starterlaubnis zu erteilen.

Gegen 17.30 Uhr eröffnete die Weinkönigin die 10. Mosel-Ballon-Fiesta. Mit leicht zittriger Stimme wünschte sie allen Beteiligten und den Besuchern eine „schöne Zeit und ganz viel Spaß“. Es war bemerkenswert, dass sie sofort die richtigen Worte fand, denn unmittelbar zuvor hatte sie aus schwindelerregender Höhe mit Führung eines professionellen Fallschirmspringers einen Tandemsprung absolviert und war nach einer maximalen Fallgeschwindigkeit von 200 km/h nach 45 Sekunden im freien Fall sicher auf dem Föhrener Flugplatz gelandet. „Gott sei Dank habe ich mich überwinden können. Es war einfach fantastisch. Mein Körper ist immer noch voller Adrenalin“, strahlte die Weinkönigin.

Kurz nach 18 Uhr stand das Highlight des Eröffnungstages auf dem Programm. Die Teams aus acht verschiedenen Nationen präparierten ihre Ballone für die sogenannte Fuchsjagd, einen traditionellen Wettbewerb im Ballonsport. Das Ziel dabei ist es, einen vorausfahrenden Ballon wie bei einer Fuchsjagd zu verfolgen. Dieser Ballon landet an einem bestimmten Ort und legt ein Zielkreuz aus. Die Verfolger müssen versuchen, einen Marker so nah wie möglich an dem Kreuz abzusetzen. Der Ballonfahrer mit der geringsten Distanz zwischen Marker und Zielkreuz gewinnt.

Als die Ballone majestätisch in den blauen Abendhimmel starteten, funkelten nicht nur die Augen der Kleinen. Auch die Erwachsenen wurden für einen kurzen Moment wieder Kind und bestaunten das farbenfrohe Spektakel. Neben den klassischen, runden Heißluftballonen mit Werbeaufschrift sorgten Exoten in Form einer Katze, eines Clowns, eines Bierglases und eines Auges für besondere Begeisterung. Auch die Familie Arnold aus Bernkastel-Kues starrte gebannt in den Himmel. „Wir waren letztes Jahr schon hier. Es ist ein tolles Erlebnis für die Kleinen. Besonders bemerkenswert finden wir den freien Eintritt und die familienfreundlichen Preise“, so der Familienvater. Die sechsjährige Lea konnte ihre Begeisterung nicht zurückhalten. „Ein Clown, ein Clown, Mama guck mal, ein Clown“, schrie sie fasziniert.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.