Fußball-Oberliga: Erste Englische Woche

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MEHRING/SALMROHR. Englische Wochen in Amateurligen sind grundsätzlich diskussionswürdig. Für die Vereine die Heimrecht haben, ist die Belastung meist erträglich, wie für den SV Mehring der in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am heutigen Dienstag (19.30 Uhr, Stadion „Auf der Lay) den VfR Borussia Neunkirchen empfängt. Fragwürdig wird es allerdings, wenn man für die anreisende Mannschaft die Dauer der Anreise nicht berücksichtigt. Jetzt trifft es den FSV Salmrohr, der bis zur Partie beim TuS Mechtersheim (Dienstag, 19 Uhr, Römerberg) rund 200 km zurücklegen muss.

Im Duell der punktgleichen Tabellennachbarn treffen mit Mehring und Neunkirchen zwei noch sieglose Vereine aufeinander. Nach der Niederlage in Wiesbach blieb Dino Toppmöller, der sich derzeit ganz aufs Coaching konzentrieren kann, weil er als Spieler ebenso ausfällt wie Sebastian Ting und Isaac Ageman, nur wenig Zeit zur Aufarbeitung. Der einzige Vorteil: es besteht die schnell Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Bei diesem Unterfangen könnte auch noch Domenik Kohl fehlen, der sich in Wiesbach eine Knieverletzung zugezogen hat.

Ansonsten ist Mehring auf die Borussia bestens vorbereitet, Co-Trainer Erwin Bradasch hat die Saarländer am vergangenen Spieltag beim 1:1 gegen Betzdorf unter die Lupe genommen. Er hat eine „richtig gute Stammformation gesehen“, die vom Trainerroutinier der Liga, Dieter Ferner betreut wird. Ferner sieht auf die Neunkirchener „eine richtig schwierige Saison zukommen, weil wir wieder ein komplett neues Team aufbauen müssen.“ Toppmöller, der mit dem Gedanken spielt, Michael Fleck von Beginn an zu bringen, glaubt an einen Sieg, „wenn wir einen guten Tag erwischen.“

Allein schon wegen der logistischen Voraussetzungen, die zu personellen Klimmzügen zwingt, ist auch die Aufgabe des FSV in Mechtersheim problematisch. „Wir haben keinen Vollprofi in unseren Reihen. Manche Spieler müssen sich einen halben Tag Urlaub nehmen, um zum Abreisezeitpunkt um 15 Uhr da zu sein.“ Ein immer wiederkehrendes Problem, dass dem Verband augenscheinlich schnurzpiepegal ist. Zu Mechtersheim hätte es nur noch eine negative Steigerung geben können: Betzdorf. Man hätte Vorwürfen aber auch aus dem Weg gehen können, in dem man ein Spiel im Saarland angesetzt hätte.

„Es hilft nichts“, sagt Salmrohrs Trainer Patrick Klyk, der ansonsten bestens gerüstet in die Partie geht, nachdem er den Gegner am vergangenen Spieltag beobachtet hat. Dabei sind ihm vor allem Angreifer Florian Hornig und die Mittelfeldspieler Rami Zein, Tolga Tuna und die Viererkette aufgefallen – „alles Leute mit Gardemaß.“ Dennoch will Klyk („vier Punkte nach drei guten Spielen sind zu wenig“) einen Dreier aus der Pfalz mitbringen. Zum Glück ist Lars Schäfer wieder dabei, der nach der Roten Karte in Saarbrücken mit einem Spiel Sperre plus ein Spiel Bewährung glimpflich davon kam. Schäfers Mitwirkung ist um so wichtiger, da Fabio Fuhs nach seiem Platzverweis am vergangenen Spieltag gesperrt ist. Die übrigen Ausfälle bleiben. Tobias Baier hat zumindest schon mal mit dem Lauftraining begonnen, Gustav Schulz soll in der kommenden Woche die ersten Versuche machen können. Markus Bauer wird aus beruflichen Gründen (Bundeswehr) nicht mit nach Mechtersheim reisen können. (wir/red)

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