„Faszination Rennsport“ am Ring

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NÜRBURGRING. Die Faszination für die schnellen Oldies von einst ist riesengroß. Über 50 000 Zuschauer kamen am Wochenende zum 41. Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring, erlebten Motorsportgeschichte zum Anfassen und die Faszination legendärer und spektakulärer Rennwagen aus neun Jahrzehnten Rennsportgeschichte.

 

Es war ein Fest für die Augen (und manchmal auch Ohren) und Balsam auf die vieler Oldtimerfans. Denn der 41. Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring war für die Nostalgiker unter den Motorsportlern und die Anhänger des Sports zumindest für drei Tage Mekka und Schlaraffenland zugleich.

Wohin das Auge schaute, überall waren am Nürburgring automobile Schätze zu sehen und sogar zu kaufen. Letzteres dürfte aber eher die Ausnahme gewesen sein, erschwinglich waren bestenfalls die Miniaturmodelle, wenn jemand sich den Traum vom Besitz eines Mercedes 300 SL oder McLaren M1 erfüllen wollte. Was die Fans jedoch drei Tage lang auf der Strecke bei 16 Rennen zu sehen bekamen, war großer Rennsport von einst und seinen Eintrittspreis wahrlich wert.

Nachkriegsmodelle, historische Formel-1-Fahrzeuge, Rennwagen, die einst in Le Mans gestartet waren – das Spektakel am Nürburgring ließ keine Wünsche offen. Die Fans honorierten das unvergleichliche Angebot und kamen in Scharen. Viele waren mit der gesamten Familie angereist um ein ganz besonderes Wochenende in der Eifel zu erleben.

Ein solches Staraufgebot aus fast einem Jahrhundert Rennsportgeschichte werden eben nur selten geboten. Da lässt man für ein paar Tage schon mal das Grillen oder den Gang ins Schwimmbad sein.

Fahrzeuge und Piloten aus aller Welt ließen die Erinnerung an die Meilensteine der Motorsport-Historie lebendig werden. „Ich freue mich, dass wir an diesem Wochenende ein Festival für historischen Motorsport feiern, bei dem Teams und Fahrer ebenso auf ihre Kosten kommen, wie unsere Partner und die zahlreichen Besucher“, bilanzierte Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, Präsident des Automobilclub von Deutschland e. V. (AvD), der das Wochenende ausrichtete, den 41. Oldtimer Grand-Prix. Aus Anlass des 40. Jahrestags der bis heute gültigen Rekordrunde auf der Nordschleife wurde im Rahmen des „Stefan-Bellof-Tribute“ dem unvergessenen Piloten, der 1985 im Alter von nur 27 Jahren in Spa sein Leben ließ, mit Demo-Runden und der Taufe einer Kurve der Nordschleife auf seinen Namen gedacht.

Ein weiteres Highlight war die Feier des 90. Geburtstags der 24 Stunden von Le Mans – auf und neben der Strecke. Es waren viele Fahrzeuge auf dem Ring zu sehen, die in den Ardennen Geschichte geschrieben haben, und einige der Fahrer auch. Allein sechs Le-Mans-Gesamtsieger waren im Schatten der Nürburg zu Gast.

„Ich bin begeistert, wie diese Veranstaltung angenommen wird“, sagte Joachim Winkelhock. Auch AvD-Sportpräsident Volker Strycek freute sich über das Zuschauerinteresse: „Unsere Bilanz ist 100 Prozent positiv. Das Wetter war perfekt, die Ränge voll und die Stimmung sensationell. Mich persönlich freut am meisten, dass wir sehr viel positives Feedback von den Teilnehmern bekommen – schließlich sind sie es, die diese tollen Autos mit zum Nürburgring bringen und einsetzen.“ (hega)

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