Ungewöhnliche Geldbewegungen – Prozess gegen mutmaßliche Drogendealer fortgesetzt

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TRIER. Am heutigen Mittwoch wurde der Prozess gegen eine Frau und zwei Männer aus Trier fortgesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, bei niederländischen Drogendealern 20 Kilogramm Marihuana geordert zu haben, um sie gewinnbringend im Raum Trier weiterzuverkaufen.

Die heutige Verhandlung war als Sprungtermin angesetzt. Dabei handelt es sich um einen eingeschobenen Termin zwischen zwei normalen Verhandlungen innerhalb eines Verfahrens. Der Vorsitzende Richter des Landgerichts, Albrecht Keimburg, gab Informationen über auffällige, vergangene Geldbewegungen der Angeklagten. Außerdem lieferte er einen kurzen Ausblick auf den nächsten Termin.

Ursprünglich waren vier Männer und zwei Frauen mit afrikanischen Wurzeln im Alter zwischen 19 und 41 Jahren angeklagt. Drei davon lebten zuletzt im Raum Trier. Die anderen drei lebten in den Niederlanden. Zwei Trierern wird vorgeworfen, zu unterschiedlichen Gelegenheiten bei unbekannten Drogenhändlern in Holland insgesamt 20 Kilogramm Marihuana bestellt zu haben, die zum gewinnbringenden Weiterverkauf im Raum Trier bestimmt sein sollten. Die weibliche Angeklagte soll für die Geschäftsabwicklungen ihre Wohnung zur Verfügung gestellt haben. Die drei Angeklagten aus den Niederlanden sollen als Drogenkuriere fungiert haben.

In der Hauptverhandlung vom 15.07.2013 wurde das Verfahren gegen die drei aus den Niederlanden stammenden Angeklagten abgetrennt. Gegen diese erging noch am selben Tage ein Urteil. Die Angeklagten wurden wegen der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in sechs bzw. drei Fällen jeweils zu Gesamtfreiheitsstrafen von zwei Jahren verurteilt. Da einer der männlichen Angeklagten noch Jugendlicher war, wurde gegen ihn wegen der oben genannten Tatvorwürfe eine entsprechende Jugendstrafe verhängt. Bei allen drei Angeklagten wurde die Vollstreckung der Strafen zur Bewährung ausgesetzt.

Nunmehr wird nur noch gegen die drei zuletzt in Trier ansässigen Angeklagten verhandelt.
In der heutigen Verhandlung unterrichtete Richter Keimburg die Beteiligten über auffällige Geldtransfers der Angeklagten. Einer der mutmaßlichen Drogendealer hatte eine Einzahlung von ungefähr 2.500 € ohne die Angabe eines Verwendungszwecks getätigt. Bei einem weiteren Angeklagten fanden die Ermittlungsbeamten während der Wohnungsdurchsuchung ungefähr 1.500 € Bargeld. Ob die Beträge aus Drogengeschäften stammen, muss im Laufe des weiteren Prozesses ermittelt werden.

Die Verhandlung wird am 15.08. um 9 Uhr fortgesetzt. Zu diesem Termin sind drei Ermittlungsbeamte geladen, die als Zeugen vernommen werden. (pm/tw)

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