Die Schnellsten ihrer Zeit gastieren auf dem Ring

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NÜRBURGRING. Mit dem 41. AvD-Oldtimer-Grand-Prix (OGP) vom 09. bis 11. August (jeweils ab 8.30 Uhr) ist die wohl hochkarätigste Veranstaltung des historischen Motorsports auf dem europäischen Kontinent auf dem Nürburgring zu sehen. Rund 500 Teilnehmer werden mit ihren Fahrzeugen in Rennen und Demonstrationsfahrten Sportwagen- und Formelgeschichte sowie Tourenwagen- und GT-Historie dokumentieren.

Motorsportgeschichte zum Anfassen und eine rasante Reise durch die Jahrzehnte versprechen die Organisatoren auf dem geschichtsträchtigen Nürburgring allen Freunden der Oldtimerszene des Motorsports. Rund 50 000 Fans werden zur der Vollgas-Party des Jahres am Nürburgring erwartet. Für den 41. Grand-Prix unterbricht so manches Museumsstück kurzzeitig mal seinen Dornröschenschlaf und erwacht brüllend wieder zum Leben.

Im historischen Fahrerlager etwa sind chromglänzende Vorkriegsfahrzeuge zu bestaunen, auf der Rennstrecke zeigen die Rennwagen der 20er- bis 40er-Jahre am kommenden Wochenende immer wieder, was damals Stand der Technik war. Klassiker von einst sind auch die Fahrzeuge des Formelsports – so nah wie beim OGP kann man Formel-1-Rennern sonst nirgendwo sein. Von der Gründung der Königsklasse des Motorsports in den 50er-Jahren bis in die 80er-Jahre sind die Boliden einer jeden Epoche zu sehen und bestaunen, wie etwa das Weltmeisterfahrzeug von Nelson Piquet, der Brabham BMW BT52 aus dem Jahr 1983.

„Der Oldtimer-Grand-Prix ist nicht nur darauf aus die Fahrzeuge auf der Strecke zu zeigen, es gibt auch noch den anderen Teil. Die Besucher können schauen, wo gehämmert und geschraubt wird, die Motorhauben der Fahrzeuge stehen offen. Diese Mischung der alten Rennwagen auf der Strecke und im Fahrerlager, das macht den Oldtimer-Grand-Prix aus“, erklärt Franz Graf zu Ortenburg, Vizepräsident des Automobilclubs von Deutschland. Stars wie Walter Röhrl, Derek Bell, Jochen Maas, Marc Surer, Joachim Winkelhock oder Hans-Joachim Stuck sind am Start und werden es in ihren Oldies richtig krachen lassen. Derek Bell wird übrigens in Stefan Bellofs Porsche 956/962, der als erfolgreichster Sportwagen aller Zeiten gilt und mit 6.11,39 Minuten die bisherige Rekordrunde am Nürburgring ablieferte, eine Ehrenrunde drehen.

Bei über 20 Rennen an den drei Tagen, mehr als 600 Autos und der Vielfalt der Fahrzeuge, ist für jeden etwas dabei. Einen besonderen Schwerpunkt bilden beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix in diesem Jahr die Sportwagen und Prototypen, die mit faszinierender Vielfalt und großer historischer Bandbreite vertreten sind. Eine Reminiszenz an die Langstrecken-Helden der 50er und 60er Jahre ist das Rennen der zweisitzigen Tourenwagen und GT bis 1960/61. „Ready, set, go“ heißt es beim traditionellen Le-Mans-Start der 2-sitzigen Rennwagen und GT. Mit einem Sonderlauf und Ausstellungen wird auch das Jubiläum „50 Jahre Porsche 911“ besonders gefeiert. „Der Oldtimer-Grand- Prix ist in erster Linie Leidenschaft, sowohl bei den Teilnehmern aber auch bei allen Helfern“, beschreibt Graf zu Ortenburg die Veranstaltung.

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