Eintracht Trier unterliegt Köln im DFB-Pokalspiel mit 0:2

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TRIER. Nach einer 0:2 (0:0)-Niederlage gegen den 1. FC Köln scheidet der SV Eintracht Trier in der ersten Runde des DFB-Pokals aus. Die Hausherren waren dem Zweitligisten jedoch über weite Strecken ebenbürtig, insgesamt war die Partie auf beiden Seiten von vielen Unstimmigkeiten im Passspiel geprägt. Die Gegentore fielen jeweils nach Standardsituationen.

Nach 90 gespielten Minuten prangerte, sehr zur Enttäuschung des Großteils der 10.494 Besucher, ein 0:2 auf der Anzeigetafel des Moselstadions. Nach einer respektablen Leistung gegen den FC ein ernüchterndes, aber nicht unverdientes Ergebnis.

Vor allem in der ersten Halbzeit spielten die Mannen von Trainer Roland Seitz engagiert, blieben zu meist jedoch tief in der eigenen Hälfte und machten die Räume dicht. Die Gäste aus der Domstadt konnten aus ihrem Ballbesitz jedoch kein Kapital schlagen, immer wieder verloren sie den Ball durch ungenaues Passspiel oder Abstimmungsprobleme. In der 18. Minute wurde es dann zum ersten Mal brenzlig im Trierer Strafraum, wo Innenverteidiger Christoph Buchner nach einer Ecke der Ball an die Hand prallte, Schiedsrichter Martin Petersen jedoch keinen Elfmeter pfiff.

Die erste Großchance der Hausherren folgte in der 22. Minute, als nach schöner Vorarbeit von Marco Quotschalla Alon Abelski von links in den Strafraum flankte, Sylvano Comvalius den Ball aus nächster Nähe jedoch nicht an FC-Schlussmann Timo Horn vorbei ins Netz schieben konnte. Vor allem beim Umschalten in die Offensive konnte die Eintracht durch Schnelligkeit punkten, verlor aber ebenso wie die Kölner viele Bälle durch Fehlpässe. In der Defensive standen die Blau-Weißen geordnet und stabil, jedoch verursachte man immer wieder Freistöße in teils gefährlichen Distanzen, die die Mannschaft des österreichischen Trainers Peter Stöger zum Glück für den SVE nie nutzen konnte. So ging es torlos zum Pausentee in die Kabine.

Die zweite Halbzeit begannen die Kölner schwungvoll, so lenkte SVE-Keeper Andreas Lengsfeld in der 46. Minute einen Schuss von Daniel Halfar gerade noch an die Latte. Der Schock für die Trierer Fans folgte zwei Minuten später: Steven Kröner foulte Anthony Ujah unnötig im Strafraum, Schiedsrichter Petersen entschied korrekt auf Elfmeter, den Marcel Risse trocken zur 0:1-Führung für die Gäste verwandelte. Nun musste die Elf von Trainer Seitz offensiver spielen und kam auch noch zu einigen Chancen, so wie in der 58. Minute, als Quotschalla nach einer guten Flanke von Lars Bender aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Aber auf der anderen Seite mussten die Trierer Verteidiger immer wieder auf der Hut sein: In der 66. Minute entschärfte Michael Dingels im Fünfmeterraum in höchster Not vor FC-Stürmer Ujah.

Die Partie musste zwischenzeitlich unterbrochen werden, da im Kölner Fanblock immer wieder Bengalos gezündet wurden. Etwaige Warnungen fanden scheinbar erst Gehör, als mit Spielabbruch gedroht wurde.

In den Schlussminuten vergab die Eintracht einige Freistöße in der Nähe des Kölner Strafraumes teilweise kläglich, aus dem Spiel heraus passierte so gut wie nichts mehr, auch die Einwechslung von Rückkehrer Moussa Touré änderte daran nichts. Einen Schlusspunkt setzte der zuvor eingewechselte Maximilian Thiel: Der 20-jährige hämmerte einen Freistoß aus gut 20 Metern zum 0:2 Endstand ins Tor. Nach drei weiteren Minuten Nachspielzeit pfiff Petersen die Partie ab. (ros)

1 KOMMENTAR

  1. Guter Bericht, der das Geschehen auf den Punkt bringt. Etwas kritischer hätte noch über die Idioten der Ultras beider Fangruppen geschrieben werden können, der sich – insbesondere die Kölner – permanent daneben benommen haben.

    Seitz war mal wieder zufrieden … wie immer. Das lasse ich mal unkommentiert.

  2. Leider durch Elfer und ne Standart verloren. Das zeigt aber, Köln konnte aus dem Spiel heraus nicht überzeugen. Leider spielten unsere Jungs etwas ängstlich, was sich auch in den Einwechslungen zeigt, waren aber sehr engagiert und motiviert. Gerade Dingels und Fou waren recht bissig. Leider waren unsere Standarts allesamt ne Katastrophe. Zu kurz und wenig abgestimmt. Beim Spiel nach vorne hat mir die Schnelligkeit gefehlt. Oft prallen gelassen und nochmal den Umweg über den defensiveren Mann genommen. Dadurch konnten die Kölner ihre Deckung schnell stabilisieren. Aber es kommen noch leichtere Gegner. Bin aber zufrieden. Das ist keine Meckerattacke. Hat Spass gemacht. Danke

  3. Noch schlimmer als dieses gegurke war das essen im sogen. VIP- zelt ! Hab sowas schlechtes noch nirgendwo erlebt ! Es gab schlechte Currywurst mit Brezel , sonst nix!!!!!! Vielen dank sve für diesen unvergleichlichen Abend!

  4. @Vip-Besucher

    evtl. waren Sie etwas spät an, das richtige Essen gab es wg. der späten Anstoßzeit nämlich vor dem Spiel und danach gab es nur einem Imbiss.

    Die Eintracht bemüht sich sehr um Ihre Gäste im Vipzelt, für die Regionalliga ist die Bewirtung im Vip-Zelt wahrlich vollkommen in Ordnung!

  5. @storno: hat die Eintracht etwa einen neuen caterer, oder was bedeutet „für regionaiga ist Bewirtung in Ordnung“ ?

  6. @storno: wie meinen sie denn “ für Regionalliga ist die Bewirtung ok“ ? Heißt das die Qualität des Essens sollte entsprechend der ligenzugehörigkeit sein, also viertklassig?

  7. Ja, das Essen! Und der mit Kies nur so übersähte Weg, auf dem man mit seinen Highheels stets stecken bleibt und sich die Absätze ruiniert. Und beim Klatschen stieß mir so ein Fußballfan gegen die Rolex. Das nächste Mal bleibe ich im mondänen Zewen und wasch‘ den 911er.

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