Im Lokalo-Kandidaten-Check: Katarina Barley (SPD)

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TRIER. Mit wem würden die Direktkandidatinnen und -kandidaten am liebsten untereinander einen Moselriesling trinken? Welches Buch nehmen sie in einer ruhigen Minute zur Hand? Oder aber auch: welche wirtschaftspolitischen und sozialpolitischen Änderungen wünschen sich die Kandidaten für die Region? Welches ist ihr Herzensthema im Wahlkampf? Im lokalo-Kandidaten-Check stellen sie sich den Fragen unserer Redaktion. Heute: Katarina Barley. Die Sozialdemokratin gilt als schärfste Gegnerin von Mandatsinhaber Bernhard Kaster (CDU).

Themenkomplex 1: Wer ist Katarina Barley?

Name: Dr. Katarina Barley

Alter: 44

Beruf: Juristin im Justiz- und Verbraucherschutzministerium

Heimatort: Schweich

Familienstand: 2 Söhne

 

 

Themenkomplex 2: Was macht Katarina Barley?

In einem ruhigen Moment nehme ich folgendes Buch zur Hand:

Einen Erzählband von Thomas Mann.

 

Um andere verstehen zu lassen, was in meinem Leben wirklich zählt, gebe ich folgendes Zitat an:

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen. (Guy de Maupassant)

 

Freunde schätzen an mir besonders folgende Eigenschaft:

Humor, Offenheit und Mitgefühl.

Über das Tagesgeschehen informiere ich mich in folgendem Medium:

Ich lese die örtliche Tageszeitung, und informiere mich über mehrere online-Magazine. Lokalo.de bereichert dieses Angebot, was ich wirklich gut finde.

 

Der schönste Ort im Wahlkreis ist für mich:

Mein Garten, weil ich da mit meiner Familie zusammen sein und am besten entspannen kann ;-).

 

 

Themenkomplex 3: Wie steht Katarina Barley zu …?

Welche wirtschaftspolitischen Änderungen wünschen Sie sich für die Region Trier?

Wir haben eine starke Wirtschaft in der Region. Ein Thema, das uns die nächsten Jahre beschäftigen wird, ist der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. Hier wünsche ich mir eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und unseren Hochschulen. Die grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Luxemburg und Frankreich sollte weiter intensiviert werden, das ist auch das Ziel der aktuellen rheinland-pfälzischen Gipfelpräsidentschaft in der Großregion.

 

Welche infrastrukturellen Änderungen wünschen Sie sich für die Region Trier?

Wir brauchen Investitionen in den Erhalt unseres Straßennetzes, das zum Teil in einem sehr schlechten Zustand ist. Der Moselaufstieg ist nicht finanzierbar – im Westen von Trier sehe ich eine Autobahnanbindung nur in Zusammenarbeit mit Luxemburg als realisierbar an. Bus und Bahn müssen attraktiv gestaltet werden. Das dient der Entlastung der Straßen und ist für Jugendliche und ältere Menschen wichtig, um mobil zu sein.

 

Welche sozialpolitischen Änderungen wünschen Sie sich für die Region Trier?

In Sachen Kinderbetreuung sind wir im Vergleich schon gut aufgestellt, aber da müssen wir noch mehr Angebote schaffen. Um die Abwanderung von Fachkräften nach Luxemburg abzumildern, wünsche ich mir ein steigendes Lohnniveau in der Region. Und die Angebote für Jugendliche könnten mancherorts attraktiver werden.

 

Welche energiepolitischen Änderungen wünschen Sie sich für die Region Trier?

Die Energiewende muss auch regional vollzogen werden. Die Entwicklung hin zu erneuerbaren Energien muss fortgesetzt werden, wobei man die Verträglichkeit mit Mensch und Umwelt beachten muss, z.B. bei der Windenergie. Wichtig ist mir auch, regionale Energieversorger wie die Stadtwerke Trier zu stärken. Projekte, an denen sich Bürger finanziell beteiligen können, sollten gefördert werden.

 

Was ist Ihr ganz persönliches Herzensthema (neben den oben genannten) für den Wahlkampf?

Eine Familienpolitik, die nur am Wohl der Kinder ausgerichtet ist, egal in welcher Konstellation sie groß werden. Vor allem Alleinerziehende sind noch stark benachteiligt und der soziale Hintergrund bestimmt immer noch die Bildungslaufbahn von Kindern. Da sind in den letzten Jahren manche falsche Weichen gestellt worden, zum Beispiel durch das Betreuungsgeld. Das würde ich abschaffen und das Geld in bessere Kinderbetreuung investieren.

 

 

Abschlussfrage: Mit wem?

Mit welchem anderen Direktkandidaten oder welcher anderen Direktkandidatin würden Sie nach einem harten Wahlkampftag am liebsten ein Glas Moselriesling trinken gehen?

Mit Corinna Rüffer, um auf die bevorstehende rot-grüne Regierung anzustoßen.

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