Fußball-Oberliga: Wer steht wo?

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MEHRING/SALMROHR. Der zweite Spieltag in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar könnte schon für etwas mehr Klarheit sorgen, was die aktuelle Form der beiden regionalen Protagonisten angeht. Der SV Mehring hat mit dem FC Arminia Ludwigshafen (Sonntag, 15 Uhr, Sportanlage „Auf der Lay“) erneut einen schweren Brocken im Visier, der FSV Salmrohr muss beim ebenfalls hoch gehandelten 1. FC Saarbrücken II (Samstag, 15.30 Uhr, FC-Sportfeld) antreten.

Für Mehring war der Punkt in Salmrohr ein Erfolg, das galt nicht für Ludwigshafen, das nor 0:0 gegen Betzdorf spielte. Trotz des Remis beim Lokalrivalen war Spielertrainer Dino Toppmöller nicht zurfrieden: „Spielerisch haben wir noch deutlich Potenzial nach oben. Von der Ordnung her hat mir das in Salmrohr nicht gefallen. Es kann nicht unser Anspruch sein, auch gegen ein Topteam wie den FSV fast nur hinterher zu rennen.“ Die Moral hatte aber gepasst: „Wir haben uns in diesem schweren Spiel nie aufgegeben. Das spricht eindeutig für den Charakter der Jungs.“

Personell steht es auch in Mehring nicht zum Besten. Der Spielertrainer selbst fällt mit einem Muskelbündelriss im linken Oberschenkel mehrere Wochen lang aus. Sein Bruder Tommy laboriert noch an Sprunggelenksproblemen, sein Einsatz ist fraglich. Offen ist auch, ob die Spielberechtigung des nach einem halben Jahr in Spanien zurückgekehrten Xavier Alsina bis zum Wochenende da ist. Ausfallen werden neben Innenverteidiger Isaac Ageman (Reha nach Knie-OP), Angreifer Marc Willems (Fußverletzung) und Mittelfeldspieler Sven Kohlei (berufliche Gründe). Nach den letzten Trainingseindrücken wird beim SVM entschieden, wer in die Startelf rückt.

Was auf seine Elf zukommt, weiß Toppmöller: „Das wird ein dicker Brocken.“ Angst hat Mehring aber nicht, schließlich gelang im letzten Jahr ein Remis in Ludwigshafen und zuhause gar ein 3:1-Sieg. Bekannt Neuzugänge bei der Arminia sind Chris Böcher, der jahrelang Stammspieler in der dritten und vierten Liga bei verschiedenen Clubs war, Steffen Litzel, der vom SC Hauenstein kam und Christian Heil, der vom TuS Mechtersheim wechselte.

Ein wenig unter Zugzwang steht dagegen schon der FSV Salmrohr, der als Titelaspirant mit dem Auftakt-Remis gegen Mehring gar nicht zufrieden sein konnte. Jetzt geht es zum 1. FC  Saarbrücken II, der ebenfalls zu den Topteams der Liga zu zählen, aber auch schwer einzuschätzen ist. Der Grund dafür liegt zwei Klassen höher, wo der FCS I noch ohne Punkte ist und am Sonntag im Pokal gegen Werder Bremen antritt. „Es ist damit zu rechnen, dass die beiden Kader durcheinander gemischt werden“, sagt der Co-Trainer des FSV, Uwe Schüller, „wir müssen uns vielleicht auf ein völlig umgekrempeltes Team einstellen.“

Erste Folgen des Auftakt-Remis gegen Mehring sind die Umstellung von einem Sechser auf Doppel-Sechs, zudem soll das Team nicht von Beginn an Vollgas spielen, um bei erneut tropischen Temperaturen nicht am Ende auf dem Zahnfleisch zu gehen. Sorgen bereitet den Gästen allerdings das Personal. Neben den Dauerverletzten Gustav Schul, Dominick Zwick und Tobias Baier wird mit Daniel Schraps (private Gründe) nicht nur der Kapitän sondern auch einer der gesetzten Sechser fehlen, zudem droht der gegen Mehring so überzeugende Murat Adigüzel auszufallen, der wegen eines grippalen Infekts Antibiotika schlucken musste und am Montag letztmals trainiert hat. Schüller: „Von Beginn an wird er auf keinen Fall spielen können.“ Ersatzkeeper Daniel Ternes fällt wegen eines Zehenbruchs ebenfalls aus. (wir)

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