Eintracht vor dem DFB-Pokalhit gegen Köln: Kampflos gibt es nichts

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TRIER. Auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen den 1. FC Köln gab Eintracht-Coach Roland Seitz Einblicke in die Aufstellung, die Moral der Mannschaft und über den Gegner.

„Die Mannschaft freut sich die ganze Woche über auf das Spiel gegen Köln“, verkündete der Trainer gleich zu Beginn. Die Eintracht habe mit dem Gegner aus der rheinischen Domstadt einen Traditionsverein zu Gast, der in dieser Zweitliga-Saison ein „Aufstiegsaspirant“ sei und auf eine stolze Vereinshistorie zurückblicken könne. Daher sieht Seitz die Kölner auch in der Favoritenrolle, man wolle es den Domkickern aber „schwer machen“.

Der Coach verwies in diesem Zusammenhang auch auf den 2:1-Sieg gegen St.Pauli in der Saison 2011/12, auch dort sei der Zweitligist klarer Favorit gewesen. Ähnliche Töne stimme Kapitän Fouad Brighache in einem gestern veröffentlichtem Brief an die Fans an, in dem es heißt, dass die Mannschaft die „bittere, weil unverdiente Niederlage“ beim Saisonauftakt gegen Hessen Kassel verarbeitet und analysiert hätte und den Spielern am Samstag eine andere Partie ins Haus steht.

Seitz hat nicht vor, die Mannschaft umzustellen, sie soll ähnlich wie bei der Saisonpremiere gegen Hessen-Kassel auflaufen, allerdings behält sich der Trainer im Hinblick auf die Aufstellung vor, nach „Bauchgefühl“ zu entscheiden. Der letzte Neuzugang Moussa Touré wird wohl aber nicht von Beginn an spielen, der Stürmer habe zwar eine „gute Grundausdauer“, der Eintracht-Coach sieht den Mittelstürmer jedoch eher „in einer Jokerrolle“. Verzichten muss der Trainer weiterhin auf die Verletzten Innenverteidiger Torge Hollmann und Thomas Konrad sowie auf Stürmer Erik Michels.

Taktisch sei die Arbeit gegen den Ball das Wichtigste, dies sei in dieser Woche auch verstärkt trainiert worden. Man wolle „die Räume eng machen, um dann schnell nach vorn zu stoßen“. Die Frage, was notwendig für einen Sieg gegen Köln ist, beantwortet Seitz kurz und prägnant: „Wille und Taktik.“ Das 1:1-Unentschieden des FC im rheinischen Derby gegen Fortuna Düsseldorf am vergangenen Sonntag hat man verfolgt und einige Schlüsse gezogen, allerdings sei die Situation bei jenem Spiel eine völlig andere gewesen: „Das war Liga, das war ein Derby und dazu vor 50 000 Zuschauern.“ Die Eintracht werde die restlichen Tage bis zum Anpfiff noch zu Trainingseinheiten nutzen, um dann kurz vor dem Spiel in einem Hotel gemeinsam zu essen und letzte taktische Finessen zu besprechen.

Für den Pokalhit am Samstag (Anpfiff 20.30 Uhr) werden rund „10.890 bis 10.896 Fans erwartet“ sagt Eintracht-Geschäftsfürher Dirk Jacobs mit einem Schuss Ironie. Es sind noch Reststehplätze vorhanden, die an der Abendkasse (Zeughausstraße ab 18.30 Uhr) erhältlich sind. Neben den zahlreichen Fans werden auch der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen sowie seine Frau und Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Moselstadion zugegen sein. (ros)

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