Pranger, Schandmaske und Justitia

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TRIER. „Raus in die Stadt – rein ins Museum“ heißt eine Veranstaltungsreihe, die vom Stadtmuseum Trier angeboten wird. Ein bisschen schaurig wird es am kommenden Dienstag, den 6. August (19 Uhr), denn die Führung trägt den Titel: Pranger, Schandmaske und Justitia.

Christine Stolpe macht mit den Besuchern einen „abendlichen Rundgang zu Recht und Gerechtigkeit im Mittelalter“. Schandmasken gehörten im Mittelalter und der frühen Neuzeit zum Vollzug der Prangerstrafen dazu. An Händen und Füßen gefesselt wurde der Verurteilte öffentlich an den Pranger gestellt, neben dem auf einer Tafel der Name des Verurteilten, seine Straftat und das Urteil geschrieben stand. Warnung und Abschreckung standen im Vordergrund, die heutigen Bemühungen um einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft waren unbekannt.

Auf den Spuren der Gerichtsbarkeit durch die Jahrhunderte ist Christine Stolpe in der Innenstadt und im Stadtmuseum unterwegs. Die Führung dauert ungefähr eine Stunde, der Eintritt beträgt zehn Euro.

 

Abbildung: Schandmaske vom ehemaligen Pranger nahe dem Hauptmarkt, 17. Jahrhundert. Foto: Stadtmuseum Simeonstift

 

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