40 000 Zuschauer strömen zum Rallye-Festival in die Eifel

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DAUN. Das war für die Fans historischer Rallyeautos ein wahres Fest. Unter dem Motto „40 Jahre Rallye-WM“ zog das ADAC-Eifel-Rallye-Festival zum dritten Male rund 40 000 Zuschauer aus ganz Europa an. Rund 160 legendäre Fahrzeuge vom Audi Quattro, Renault Alpine A 110, BMW M 3, Opel Ascona 400 bis zum Lancia Stratos waren im weltweit größten rollenden Rallye-Museum zu bestaunen und zeigten eindrucksvoll, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören.

Sie sind unvergessen, weil sie Rallyegeschichte geschrieben haben. Topfahrer wie Walter Röhrl oder Björn Waldegaard zu tollen Siegen geführt und zeigten jetzt beim ADAC-Eifel-Rallye Festival in der Vulkaneifel wieder einmal, das sie noch voller Feuer sind und längst nicht auf den Schrottplatz der Rallyegeschichte gehören. Herrliche Autos mit dem Look und der Technik der siebziger Jahre präsentierten sich drei Tage lang in und um die Kreisstadt Daun von ihrer besten Seite und begeisterten ihre Fans.

Nicht nur akustisch sondern auch farblich präsentierte sich die Kreisstadt ganz anders, als gewohnt. Statt braver Alltagsautos fuhren knallig bunte und aufgemotzte Automobile mit röhrenden Motoren durch die Stadt. Im Mittelpunkt des Interesses aller Fans stand natürlich der Parc Fermé auf dem Marktplatz und einem weiteren Parkplatz mit den Fahrerteams, die für die Rallye gemeldet hatten. Großes Interesse bei den Automobil-Enthusiasten fand auch „Rallyemeile“, auf der Händler an vielen Ständen Merchandising-Artikel und viele andere Angebote rund um die Rallyteams bereit hielten. Die Toppiloten mit in den mehr als 160 Klassikern aus fünf Jahrzehnten des Rallye-Sports absolvierten drei Tage lang in der Vulkaneifel mehrere Asphaltprüfungen, jagten über Schotter, durch Wasserlöcher und über Sprunghügel, drifteten um die Eifelkurven und taten vor allem eines, nämlich ihr Publikum begeistern.

Dabei zeigten die alten Haudegen und Rallyelegenden wie der 66-jährige Superstar Walter Röhrl, Harald Demuth, Björn Waldegaard und Stig Blomqvist den jungen Hüpfern, dass nicht nur die automobilen Klassiker sondern auch die „Herren im gesetzten Alter“ noch keinen Rost angesetzt haben.

Mit dem Shakedown der Gruppe-B-Boliden im legendären „Mantaloch“ in der kleinen Eifelgemeinde Brück begann die „Eifel“ direkt rasant. Rund 6000 Zuschauer kamen allein zum Shakedown. „Das ist einfach unglaublich und unheimlich schön“, sagte Organisationsleiter Peter Schlömer. Auch Harald Demuth, zweifacher Deutscher Rallye-Meister, war vom Auftakt in Brück begeistert: „Das war einfach nur genial. Du fährst durch ein richtiges Spalier an Fans“, sagte er. Aber auch an den beiden anderen Tagen mit viel Sonnenschein und etwas Regen zur Erfrischung strömten die Zuschauer zu den Wertungsprüfungen und besonders zu der Autogrammstunde mit den Stars von früher. Die Schriftzüge von Röhrl, Waldegård, Blomqvist, Demuth, Matthias Kahle, Harri Toivonen, John Davenport oder Piero Sodano waren gefragt. Nach Angaben der Veranstalter kamen zur dritten Auflage wieder rund 40000 Zuschauer. Und die brachten bei der Veranstaltung mit rund zwei Millionen Euro einen schönen, warmen Geldregen in die Region. (hega)

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