Eintracht Trier: Bitter – 2:3 Niederlage gegen Kassel

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TRIER. 45 Minuten sah es nach einem Auftakt nach Maß für die Kicker von der Mosel aus, doch nach 90 Minuten stand man mit leeren Händen da: Mit 2:3 (2:1) verlor man das Heimspiel gegen Hessen Kassel bei extremer Hitze. Gegen Ende verließen die Seitz-Elf vor 2047 Zuschauern im Moselstadion die Kräfte und man hatte nichts mehr entgegenzusetzen.

Eintracht Trier war zwar von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, große Chancen spielte sich die Seitz-Elf in den ersten 25 Minuten allerdings nicht heraus. Die Gäste aus Kassel liefen dem Ball größtenteils nur hinterher, die Eintracht hatte wesentlich mehr Ballbesitz.

Hessen Kassel hatte seine besten Szenen nach inidviduellen Fehlern der Eintracht – so in der 8. Minute, als Fouad Brighache den Ball beim Abschirmen verlor – die Flanke aus dem Sechzehner blieb allerdings harmlos. Kurz vor der Trinkpause, die aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen vereinbart war, kam die Eintracht noch einmal gefährlich vor das Gästetor: Nach einer Balleroberung von Fabian Zittlau fand der Ball nach einer gelungenen Ballstafette den Weg zu Alon Abelski. Dessen Schuss aus rund 18 Metern war allerdings zu harmlos.

Nach der Trinkpause blieb die Eintracht optisch überlegen – die größeren Chancen hatten nun allerdings die Nordhessen. Zwei Distanzschüsse und ein 20-Meter-Freistoß von Marcel Andrijanic, den Andreas Lengsfeld nach rechts abwehrte, zeigten der Eintracht deutlich, dass man hellwach bleiben musste.

Dann das Tor für die Eintracht: Nach einem kapitalen Schnitzer von Stefan Müller kommt der Ball zu Abelski, der frei auf Carsten Nulle zuläuft und eiskalt in die untere rechte Ecke versenkt – eine verdiente Führung für die Fußballer aus der ältesten Stadt Deutschlands in der 36. Minute. Nur eine Minute später dann fast der Ausgleich: Eine Flanke findet den Weg zu Florian Nagel, dessen Direktabnahme allerdings am linken Pfosten vorbeitrudelte. Kurz vor der Pause machte es Christian Henel besser – sein Volleyschuss schlug im Tor ein und schockte die Schützlinge von Roland Seitz – das 1:1 in der 44. Minute kam zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt.

Doch keine Spur von Schockstarre beim SVE. Nach einem Freistoß von Matthias Cuntz, der eine starke Partie als Ballverteiler im Mittelfeld machte, zögerte Carsten Nulle im Tor der Nordhessen und Comvalius netzte unbedrängt zum 2:1 (45+2) Halbzeitstand ein.

Spiel verflachte nach der Pause – Provokanter Torjubel von Andreas Mayer

In der 48. Minute hatte der SVE gleich nach der Halbzeit eine aussichtsreiche Chance, per Freistoß zu erhöhen. Der Versuch von Steven Kröner war allerdings zu harmlos und kein Problem für Nulle im Kasten der Kasseler. Dann eine weitere bittere Pille für die Anhänger der Eintracht: Nach einem von Sylvano Comvalius verursachten Handelfmeter – er hob in der Mauer stehend den Arm – verwandelte Andreas Mayer in der 56. Minute den Ball zum 2:2-Ausgleich. Die Art und Weise wie die Nummer 9 im Trikot der Nordhessen das Tor feierte, war unnötig. Mayer provozierte die Fans der Eintracht und jubelte vor dem Fanblock. Nach den Vorkommnissen aus der letzten Saison schlicht und einfach eine dämliche Aktion. Hessen Kassel hatte jetzt Aufwind und witterte die Chance auf drei Auswärtspunkte.

In der 61. Minute brachte Seitz Christoph Anton für den unermüdlich ackernden, aber wenig erfolgreichen Lars Bender. Cuntz hatte kurze Zeit später nach einer Ecke die Gelegenheit zur abermaligen Führung, sein Schuss blieb jedoch in der Mauer hängen. In der 65. Minute musste dann auch Steven Kröner für Fahrudin Kuduzovic Platz machen. Auf dem Platz konnten die eingwechselten Spieler jedoch nicht den erhofften Schwung in das Spiel des SVE bringen. Die Partie verflachte zunehmend, bis zur Trinkpause in der 71. Minute gab es keine erwähnenswerten Höhepunkte mehr.

Erst in der 82. Minute wurde es dann wieder brandgefährlich. Nach herrlichem Zuspiel von Cuntz auf Abselski lag der Führungstreffer in der Luft, doch Abelski konnte den Ball jedoch nicht am letzten verblieben Gegenspieler vorbeibringen. Die anschließende Schusschance für die Eintracht verfehlte den Kasten von Nulle deutlich. Knüppeldick kam es dann in der 86. Minute. Nach einer Flanke und einer Kopfballrückgabe, war es der eingewechselte Gabriel Gallus der für die Gäste aus gut 13 Metern in die rechte untere Ecke vollstreckte und Lengsfeld keine Chance ließ. Das Spiel war entschieden, denn die Eintracht konnte bei hochsommerlichen Temperaturen nichts mehr entgegensetzen. Die Hessen nutzten ihre weiteren Konterchancen nichts, aber der SVE stand zum Saisonauftakt ohne Punkte da. Bitter – die spielerischen Ansätze waren über weite Strecken sehr gut, auch wenn man in der zweiten Halbzeit den Temperaturen Tribut zollen musste. Kassel feierte den glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg ausgelassen auf dem Rasen. (cw)

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