Film der Woche: Wolverine: Weg des Kriegers – Trubel im Land der aufgehenden Sonne

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TRIER. Im Broadway Filmtheater in Trier läuft seit dem 25.07. der Film “Wolverine: Weg des Kriegers“. In dem Fantasy-Film lernen die Zuschauer zunächst einen an gebrochenem Herzen leidenden Superhelden kennen. Im Laufe des Films kann sich Wolverine aus seiner Schwermut befreien und stellt sich seinem Erzfeind, dem Silver Samurai. Der Film weiß durch eine fernöstliche Atmosphäre und gut in Szene gesetzte Kampfszenen zu gefallen. Ein paar Punkte Abzug gibt es für den Versuch, eine wenig charmante Lovestory zu integrieren. Insgesamt ist der Film, gerade für Fans von Comicverfilmungen und Superheldengeschichten, dennoch zu empfehlen. 

Inhalt

Um seine große Liebe Mariko zu finden, reist der Mutant Wolverine (Hugh Jackmann) nach Japan. Als er im Land der aufgehenden Sonne ankommt, stellt er schnell fest, dass die Frau bereits jemandem versprochen ist. Marikos Vater ist von Wolverines Annäherungsversuchen alles andere als erfreut und setzt einen Ninjaclan auf ihn an. In diesem kämpft der Silver Samurai, ein Mutant, der ebenso wie Wolverine übernatürliche Kräfte hat. Doch sind es nicht nur die Feinde in der Außenwelt, denen sich der Superheld stellen muss. Auch der Schatten seiner eigenen Vergangenheit legt sich wie ein dunkler Schleier über sein Leben. Es beginnt ein äußerer und innerer Kampf.  

Kritik

Wolverine ist die wohl populärste Figur aus der legendären X-Men-Reihe. In “Wolverine: Der Weg des Kriegers“ ist er bereits zum zweiten mal als Solo-Superheld in den Kinos zu sehen. Der Vorgängerfilm konzentrierte sich auf die Ursprünge des Mutanten. Der aktuelle Film spielt in der Zeit nach X-Men. Regisseur James Mangold präsentiert den Kinobesuchern nun einen gebrochenen Helden, der zunehmend mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Wolverine tötete mit Jane Grey die Frau, die ihm alles bedeutete. Diese Tat begleitet ihn wie ein Phantom und findet nachts Eingang in seine Träume. Manchmal leidet der Superheld so stark darunter, dass er seinem Leben ein Ende setzen will. Hierzu stehen ihm paradoxerweise seine Superkräfte im Weg, die ihn nahezu unsterblich machen. Selbst wenn er eines Tages eine Familie gründen sollte, wird er zusehen müssen, wie seine Geliebten sterben. Und das immer wieder aufs Neue. Aus diesem Grund zieht sich Wolverine aus der Gesellschaft zurück und lebt wie ein Aussteiger in den Wäldern.

Es gibt jedoch jemanden, der den Mutanten nicht vergessen hat. Vor vielen Jahren rettete der Superheld einem japanischen Offizier das Leben.  So kommt es, dass Wolverine in Japan auftaucht. Dort lernt er den dubiosen Chef eines Hi-Tech-Konzerns kennen, der ihm anbietet, ihn von seinen Superkräften zu befreien, um Sterblichkeit zu erlangen und ein normales Leben führen zu können. Der Mutant ist zunächst hin und hergerissen, erkennt aber recht schnell, dass es auch seine speziellen Fähigkeiten sind, die ihn ausmachen. Kurze Zeit später gerät er mit dem Konzern in einen Konflikt und es sind jene Superkräfte, auf die er sich im Kampf gegen das Böse verlassen kann.

Wolverine: Weg des Kriegers weiß durch seine fernöstliche Atmosphäre zu gefallen. Ninja, Yakuza und Samurai und stimmungsvolle Kulissen tragen ihren Teil dazu bei. Allerdings wird die Atmosphäre durch die zum Teil überlangen Dialoge der Mitarbeiter des Technologiekonzerns getrübt.  Auch lassen es die Schurken an einer ordentlichen Portion Charisma vermissen. Neben den reichlichen und größtenteils gut in Szene gesetzten Actionmomenten, wird den Zuschauern auch eine Love-Story präsentiert, die allerdings jeglichen Charme vermissen lässt. Trotz dieser kleineren Mängel funktioniert der Film, was vor allem an einem guten Hugh Jackmann, aber auch an den ästhetischen Kampfszenen liegt. (tw)

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