„Goldene Zeiten“ im Rheinischen Landesmuseum

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TRIER. Am 9. September 1993 wurde in der Trierer Feldstraße der „Trierer Goldschatz“ gefunden. Knapp 1800 Jahre nach ihrer Verbergung kamen mehr als 2.650 Münzen ans Tageslicht. Dieser Fund ist bislang der größte, jemals gefundene Goldschatz aus der römischen Kaiserzeit. Jetzt feiert das Rheinische
Landesmuseum Trier dieses einzigartige Ensemble mit einem vielfältigen
Festprogramm. Für dessen Ausrichtung konnten namhafte Partner gewonnen
werden.

Ab dem 6. September 2013 bis April 2014 können Besucher auf ihrem Rundgang durchs Museum die Geschichte des Schatzes und die Erkenntnisse seiner Erforschung in einer ungewöhnlichen Ausstellungspräsentation erleben. Dabei werden auch historische Stimmen zu Wort kommen. Ebenfalls ab dem 6. September werden im Münzkabinett des Rheinischen Landesmuseums Trier die Goldmünzen des Schatzes mit den ca. 185 Exemplaren vereint, die davor zur wissenschaftlichen Bearbeitung hinter den Museumskulissen aufbewahrt wurden.

Zum Fundjubiläum erscheint auch die große wissenschaftliche Publikation des „Trierer Goldschatzes“. Der mit 18,5 kg gewichtige Schatz gab bei seiner wissenschaftlichen Bearbeitung zahlreiche Geheimnisse preis: Er stellte kein Privatvermögen, sondern eine öffentliche Kasse dar, die über einen längeren Zeitraum hinweg verwaltet und vergrößert wurde. Während eines Bürgerkrieges im Jahr 196 n. Chr. wurden die Goldmünzen in einem Keller vergraben und gerieten danach in Vergessenheit. Vermutlich nahm der einstige Verwalter des Schatzes sein Wissen um das Versteck mit ins Grab.

Von der Besonderheit seines wertvollsten Ausstellungsstückes zeigt sich der Direktor des Trierer Landesmuseums zweifelsfrei begeistert: „Wir sind sehr stolz, diesen einzigartigen Schatzfund aus der Römerzeit im Rheinischen Landesmuseum präsentieren zu können“, so Marcus Reuter, „er ist weltweit ohne Parallele.“

Beginnend am „Jubiläumswochenende“ (6. bis 8. September) mit kostenlosem Eintritt sind zahlreiche Termine und Veranstaltungen im Programm:
Geburtstagsüberraschungen für Besucher, die begehrten kultur-kulinarischen Events mit dem Café Zeitsprung, ein Märchenabend für Erwachsene sowie eine Schatzsuche in der Trierer City. Selbstredend steht auch die Trierer Museumsnacht am 21. September im Landesmuseum unter dem Motto „Gold“.
 
Für alle Interessierten gibt es einen Festvortrag über den „Trierer Goldschatz“, ein wissenschaftliches Fachtreffen zum Thema „Römische Goldschätze“ und insgesamt acht Sonntagsführungen, die über „Geld, Macht und Intrigen“ in Zusammenhang mit dem Schatzfund informieren. Speziell an Familien und Kinder wenden sich Führungen für Gruppen und Schulklassen, das Herbstferienprogramm und zwei Schatzsuch-Aktionen, bei denen gemeinsam zu lösende Aufgaben Familien zum Goldschatz hinführen. Die Sparkasse Trier wird unter anderem Museumsworkshops für Grundschulklassen rund um den Goldschatz verlosen.  
 
Unterstützt wird das Landesmuseum bei der Ausrichtung des Programms und
weiteren Aktionen durch namhafte Partner wie die Sparkasse Trier, die Sektkellerei Herres, Landal GreenParks GmbH und die City-Initiative Trier e. V. Die Tourist-Information Trier Stadt und Land e. V. gibt mit teilnehmenden Trierer Hotels spezielle Rabattgutscheine auf den Museumseintritt aus. (pm/red)

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