Film der Woche: Paulette – „Kinder, heute gibt’s Space-Cakes“

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TRIER. Unser Redakteur Thomas Weide hat sich „Paulette“ im Broadway Filmtheater Trier angeschaut. Sein Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Film mit ernstem Hintergrund, einer kontroversen Schlussszene, viel Situationskomik und einer Prise Melancholie. Die französische Komödie läuft seit dem 18.07. in deutschen Kinos. 

Inhalt

Die gelernte Gastronomie und Konditorin Paulette ist eine mit 80 Jahren noch recht fitte Rentnerin, die den Verlust ihres Mannes noch nicht überwunden hat. Sie wohnt in einer kleinen Wohnung in einem Pariser Vorort. Als sie zufällig ein Tütchen mit Marihuana findet, ändert sich ihr ganzes Leben.

Sie beschließt, selbst mit dem Dealen von Gras zu beginnen, um ihre spärliche Rente etwas aufzubessern. Die Konsumenten werden schnell auf sie aufmerksam. Schon bald ist sie die beste Verkäuferin des Ortes. Doch Paulette hat die Rechnung ohne die Polizei und etablierten Drogendealer gemacht und  gerät zunehmend in deren Schusslinie.

Kritik

Dem Regisseur Jerome Enrico gelingt es zunächst, die deprimierende Lebenssituation der Hauptdarstellerin realistisch dazustellen und sie dann auf ungewöhnliche Weise zu durchbrechen. Auf den ersten Blick mag es noch unrealistisch wirken, wenn eine Renterin am Wegesrand steht und versucht ihre Waren loszuwerden. Doch spätestens, wenn sie von mehreren Jugendlichen zusammengeschlagen und ausgeraubt wird, hat man den Eindruck, dass es sich auch in Wirklichkeit so abspielen könnte.

Hervorzuheben ist die Situationskomik des Films: Polizisten übersehen eindeutige Hinweise auf den Konsum von Drogen, verliebte Männer singen vor Paulettes Tür Liebeslieder und als Krönung versucht die Hauptperson zusammen mit einer Gruppe bewaffneter alter Damen, ein von der Mafia entführtes Kind zu befreien.

Fazit:

Paulette bietet ihrem Publikum neben einer gesunden Portion Humor auch viel Diskussionsstoff. Insbesondere über die letzte Szene dürfte kontrovers gesprochen werden. (tw)

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