17-Jähriger Vincent Thierry Schneider furios

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TRIER. Da waren es nur noch zwei – Gesetzte nämlich. Nach dem großen Favoritensterben am Dienstag, das gleich für fünf der Top 8 beim Bitburger Tennis-Grand-Prix das Aus bedeutete, verabschiedete sich in der zweiten Hauptrunde mit Juan Pablo Amado (Nr. 3) der nächste Spitzenspieler.

Da brennt die Sonne unbarmherzig vom Himmel und ausgerechnet die Jungs aus Süd- und Mittelamerika verlassen den roten Sand unfreiwillig – merkwürdig. Insgesamt haben fünf von ihnen die zweite Runde nicht überstanden. Im rein südamerikanischen Duell musste zwangsläufig Einer Abschied nehmen. Dass der an Nummer 4 gesetzte Argentinier Juan Pablo Amado allerdings mit 2:6, 1:6 gegen den Brasilianer Ciao Zampieri untergehen würde, war nicht erwartet worden. Dass es allerdingszwischeWie Dafür sorgt ein deutscher Nachwuchsmann weiter für Furore. Der erst 17-jährige Vincent Thierry Schneider von BASF Ludwigshafen, der mit einer Wildcard des DTB ins Hauptfeld gehievt wurde, benötigte wie schon bei seinem glatten Sieg in der 1. Runde erneut nur zwei Sätze, um sich gegen seinen Landsmann Marvin Netuschil mit 6:3, 6:4 durchzusetzen. Der vorläufige Lohn für den jüngsten Teilnehmer des Feldes – er darf im Viertelfinale das Spiel des Tages (nicht vor 18 Uhr) bestreiten. Immerhin wird die Hälfte des restlichen Feldes von deutschen Akteuren gestellt. Der DTB bewies nicht nur mit der Vergabe einer Wildcard an Schneider eine glückliche Hand. Auch Kevin Kaczynski zog ins Viertelfinale ein. Er schlug den Langer-Bezwinger Lennart Zynga, der am Tag zuvor bei seinem Sensationssieg gegen die Nummer 2 wohl zu viel Kraft gelassen hatte, mit 6:3 und 6:4. Seiner ihm zugedachten Rolle als Nummer Eins wird in souveräner Manier bisher der Belgier Yannick Martens gerecht. Mit 6:4 und 6:3 behielt er gegen Jakob Sude die Oberhand. Dagegen ging die Reise des Luxemburgers Ugo Nastasi, der als Qualifikant positiv überrascht hat, gegen den Bulgaren Tihomir Grozdanov zu Ende, der an Nummer 6 gesetzt dafür sorgt, dass Martens nicht schon früh ganz alleine seiner Favoritenrolle gerecht wird. Beim 5:7, 6:7 leistete der Außenseiter aber erbitterte Gegenwehr. Im Viertelfinale des Doppels stehen Anton Domaschenko/Philipp Schehadat vom ausrichtenden TC Trier. Ihre Gegner im Achtelfinale, Matthias Wunner/Marvin Netuschil schenkten ab. Nun treffen die Lokalmatadoren auf die an Nummer 2 gesetzten Franzosen Constantin Belot/Davy Sum.

Achtelfinale: Yannick Mertens (Nr. 1/Belgien) – Jakob Sude (Deutschland) 6:4, 6:3; Matthias Wunner – David Thurner (beide Deutschland) 7:6, /:5; Caio Zampieri (Brasilien) – Juan Pablo Amado (Argentinien) 6:2, 6:1; Tihomir Grozdanov Nr.6/Bulgarien) – Ugo Nastasi (Luxemburg) 7:5, 7:6; Petar Trendafilov (Bulgarien) – Simon Ede (Australien) 6:4, 6:1; Vincent Thierry Schneider – Marvin Netuschil (beide Deutschland) 6:3, 6:4; Ivo Mijic (Deutschland) – David Simunek (Tschechien) 2:6, 7:6, 6:0; Kevin Kaczynski – Lennart Zynga (beide Deutschland) 6:3, 6:4.

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