Sandplatz-Spezialisten unter sich

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TRIER. Auch im Tennis schreitet die Spezialisierung immer weiter fort. Einer der besten Sandplatzspieler aller Zeiten, war sicher der Tscheche Ivan Lendl, Wimbledon dagegen blieb sein Alptraum. In London konnte er nie gewinnen. Er hätte sicherlich viele seiner 94 Turniersiege für einen einzigen auf dem Heiligen Rasen hergegeben. Auf Sand war Lendl dagegen kaum zu schlagen.

Ob die zwei Jungs, die sich gestern beim 27. Trierer Tennis Grand Prix auf der Anlage des TCT am Moselstadion 3:45 Stunden die Bälle bei brütender Hitze um die Ohren schlugen, es so weit bringen werden, ist eher unwahrscheinlich, für die Dramatik und die Klasse der Partie auch nicht relevant. Fest steht:  Pascal Meis und Andreas Mies schenkten sich im innerdeutschen Duell um den Einzug ins Hauptfinale nichts. Am Ende behielt Meis mit 3:6, 7:5 und 7:5 die Oberhand. Vielleicht ist er ein Geheimtipp für das Turnier, obwohl er zur „Belohnung“ gleich in der 1. Runde gegen den an Nummer 1 gesetzten Yannick Mertens aus Belgien ran muss. Es darf jedenfalls als sehr wahrscheinlich gelten, dass er an der „Player’s Night“ beim Trierer Moselfest durch Abwesenheit glänzte.

Zum Glück spielte das Wetter mit – beim völlig verregneten letzten Turnier 2013 hätte ein einziges Match von dieser Dauer den ganzen Turnierplan durcheinander bringen können. Es reichte zumindest, um die Auslosung aussehen zu lassen, wie in Torso. Bei den 16 angesetzten Partien am Dienstag (ab 11 Uhr) heißt der Gegner des erstgenannten Spielers „Qualifier“. Im Klartext: er war zum Zeitpunkt der Auslosung noch nicht ermittelt. Erst kurz vor 20 Uhr wurde das Tableau komplett mit Namen gefüllt.

Sicher war schon relativ früh, wer das „Match of the day“ (nicht vor 18 Uhr) bestreitet. Lokalmatador Philipp Schehadat vom ausrichtenden TCT trifft dann auf den Bulgaren Petar Trendafilov. Am heutigen Mittwoch beginnt auch die Doppelkonkurrenz, die Einzel starten um 11 Uhr. 16 an der Zahl auf 4 Plätzen.

3. Runde der Qualifikation: Jakob Sude – Christoph Negritu (beide Deutschland) 6:4, 6:7, 6:3; Pascal Meis – Andreas Mies (beide Deutschland) 3:6, 7:5, 7:5; Lucas Gerch – Nils Brinkmann (beide Deutschland) 6:1, 6:3; Holger Zuehlsdorff-Pavlovic – Oskar Männer (beide Deutschland) 6:1, 3:6, 6:4; Igor Zubov (Russland) – Jean-Pascal Vernet (Frankreich) 6:0, 6:2; David Simunek (Tschechien) – Tobias Gass (Deutschland) 6:2, 6:4; Gil Uwe Grund – Domink Böhler (beide Deutschland) 7:6, 5:7, 6:4; Ugo Nastasi (Luxemburg) – Kim Moellers (Deutschland) 6:4, 6:2

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