Studentische Senator/-innen reichen Klage gegen Universität Trier ein

0

TRIER. Auf Grund zahlreicher und fundierter Kritik und Bedenken seitens der Studierendenvertretungen, des Personalrats sowie vieler Studierender entschieden wir uns am 13. Juni geschlossen gegen die Einrichtung des Studiengangs Klinische Pflege – Pflegewissenschaften zu stimmen, nach dem die Bedenken auf der Sitzung nicht ausgeräumt werden konnten. So lbeginnt eine Pressemitteilung einer Gruppe von Studenten, die jetzt einen Rechtsanwalt eingeschaltet haben, um ihre Interessen zu vertreten.

Die Streitpunkte:

  • Einführung des Studiengangs „Klinische Pflege“ gerät zunehmend zur Farce
  • Ablehnung des Gruppenvetos für die StudierendenvertreterInnen inakzeptabel
  • Raum für Kritik muss erhalten bleiben

Die studentischen Vertreter/-innen Kilian Krumm, Daniel Kruppert, Enrico Liedtke und Davina Weintz erklären bezüglich der eingereichten Klage gegen den Präsidenten als Vorsitzenden des Senats:

Am 19. Juni mussten wir aus dem Trierischen Volksfreund entnehmen, dass unweit von Trier, in Bernkastel-Kues eine Hochschule mit Schwerpunkt Therapie und Pflegewissenschaften errichtet werden soll. Jene Initiatoren stehen in Verbindung mit der Kueser Akademie für Europäische Geisteswissenschaften, die nach eigenen Angaben durch eine Forschungsstelle mit der Universität Trier verbunden ist. Durch diese Tatsache erweist sich das tragende Argument für die Einrichtung des Studiengangs in Trier, jener hätte ein regionales Alleinstellungsmerkmal, als unbegründet und nicht länger haltbar.

Auf Grund dieses Umstands, und dem damit verbundenen enormen finanziellen Risiko für die Universität Trier, entschieden wir uns ein „aufschiebendes Statusgruppenveto“ nach §37 Abs. 5 des Landeshochschulgesetzes zu beantragen, um weitere Nachfragen zuzulassen und eine erneute Abstimmung herbeizuführen. Dieses Gruppenveto wurde uns am 28 Juni durch den Präsidenten Prof. Jäckel wegen fehlender „Zulässigkeit und Begründetheit“ nach „sorgfältiger Prüfung“ verwehrt, da die Einrichtung eines neuen Studiengangs „die Lehre nicht unmittelbar berührt“.

Dieser Einschätzung widersprechen wir dezidiert. Die bereits zweite Abwendung eines Gruppenvetos durch Studierende in diesem Jahr wird zum Politikum der Universitätsleitung und zeigt erneut, das man im Senat keine kritische Betrachtung realer Umstände erwünscht. Da wir diese mit Nachdruck einfordern möchten, werden wir nun den Weg der Klage bestreiten. Dazu haben wir gestern Herrn Rechtsanwalt Wilhelm Achelpöhler der Kanzlei Meisterernst, Düsing, & Manstetten in Münster mit der Wahrung unserer Interessen beauftragt.

Für die Jungsozialistische Hochschulgruppe: Kilian Marius Krumm, Enrico Liedtke

Für die Alternative Unabhängiger Studierenden: Daniel Kruppert

Für die Wahlgruppe Wirtschaft und Soziales: Davina Weintz

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.