Offener Brief der Hochschule Trier an OB Klaus Jensen

0

TRIER. Der Grund, weshalb das Thema „Sperrbezirke“ von der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung gestrichen wurde, lag an den zum Teil massiven Protesten vieler Anwohner der vorgesehenen Standorte für die Straßenprostitution. lokalo.de liegt einer dieser Protestbriefe vom 2. Juli 2013 vor.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in der heutigen Ausgabe des Trierischen Volksfreund ist zu lesen, dass das Trierer Ordnungsamt den Straßenstrich u.a. in die Nähe der Hochschule Trier verlagern möchte. Dagegen verwehren wir uns ausdrücklich aus folgenden Gründen:

– Ca. 7.500 Studenten studieren an der Hochschule. Diesen jungen Menschen muss mit einer gewissen Vorbildfunktion begegnet werden.
– Auf dem Hochschulgelände befindet sich die Kindertagesstätte Schneidershof mit ca. 40 Kindern. Diese unternehmen Ausflüge in den Weisshauswald und sollen nicht mit Unrat der Straßenprostitution konfrontiert werden. – Viele unserer Beschäftigten arbeiten an der Hochschule im Anschluss an Vorlesungen und sind von daher auch bis spät abends in ihren Büros. Mit der Straßenprostitution sehen wir ein großes Gefahrenpotential
– insbesondere für unsere Mitarbeiterinnen.
– Die Hochschule Trier pflegt intensive Kooperationen und Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, Forschungseinrichtungen und anderen Hochschulen im In- und Ausland. Aus geschäftspolitischer Sicht ist eine Straßenprostitution im unmittelbaren Umfeld kein repräsentatives Aushängeschild für die Stadt Trier.
– Die Stadt Trier lebt u.a. von den Studierenden. Bei Bekanntwerden eines solchen Umfelds verliert der Standort Schneidershof an Attraktivität und damit auch die Stadt Trier an Umsatz.

Bildung und Prostitution können nicht auf engstem Raum nebeneinander existieren. Daher bitten wir um eine andere räumliche Lösung.

freundliche Grüße

Prof. Dr. Norbert Kuhn

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.