Wittlicher Oberplatz: Baubeginn nach der Säubrennerkirmes

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WITTLICH. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien am Dienstag dieser Woche der vorgelegten Entwurfsplanung für die weitere Entwicklung der Oberstadt Wittlichs vorbehaltslos zugestimmt. Erweitert wird der geplante Ausbauabschnitt auf dem bisherigen Parkplatz Oberstadt durch eine sogenannte Klammer.

Diese Klammer bezieht sich auf die Rampe vor dem Zentralen Omnibusbahnhof ZOB, die derzeit die Kurfürstenstraße und den Schloßplatz für die Fußgänger verbindet. Die Gesamtkosten werden dadurch auf 1,65 Mio. Euro steigen. 1,2 Mio. Euro sind bereits im aktuellen Haushalt eingestellt, der Rest für die „Klammer“ soll im Haushalt 2014 veranschlagt werden. Der Beschluss vom Dienstag dieser Woche ermöglicht es dem beauftragten Büro BGHplan, nun die Ausführungsplanung zu erstellen und die Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten. Direkt nach Ende der Säubrennerkirmes (in diesem Jahr vom 16. bis 20. August 2013) soll der Bau begonnen werden. Kernstück bildet der bisherige Parkplatz Oberstadt, der zu einem multifunktionalen Platz umgestaltet werden soll. Die Ein- und Ausfahrt soll künftig an einer Stelle konzentriert werden. Die Erschließung der bis zu 137 Parkplätze erfolgt rückseitig. So will man Konflikte in der Begegnung von Pkw und Fußgänger vermeiden Auch die provisorischen 121 Parkplätze hinter dem Haus der Jugend werden planerisch berücksichtigt. Auf der Kurfürstenstraße selbst soll eine auf 4 mal 40 Meter große Querungshilfe mehr Sicherheit für die Fußgängerströme Richtung Innenstadt, aber auch zum Fürstenhof oder weiter Richtung Sehlemet schaffen. Besondere Pflasterung und auch Lichtarchitektur in den Abendstunden sollen der besonderen Nutzung und Platzsituation Rechnung tragen und Menschen mit Behinderung die verschiedenen Verkehrsräume und Plätze kenntlich machen. Von der aktuell einbezogenen Klammer mit Rampe vorbei an der Schloßgalerie in Richtung Schloßplatz verspricht man sich eine optimalere Abwicklung des Gesamtprojektes, weil in einem Durchgang ausgeschrieben werden kann und in einem Abschnitt zum Beispiel Versorgungsleitungen verlegt oder erneuert werden können. Auch die bisherige Böschung von der Schloßgalerie Richtung Vorplatz ZOB wird nicht nur barrierefrei und mit Freitreppe ausgestaltet. Sie soll durch eine gezielte Möblierung eine neue Aufenthaltsqualität erhalten. Das Ensemble der Scherl-Schweine bleibt erhalten. Eine optimierte Trassenführung soll auch der Maare-Mosel-Radweg mit der Umgestaltung erfahren. Der bisherige Taxistand soll auf die andere Straßenseite verlegt werden. Dies sei mit einfachen Mitteln wie Beschilderung und Ummarkierung problemlos möglich, hieß es dazu im Stadtrat weiter. Zudem würden dann Wendemanöver der abfahrenden Taxen entbehrlich. Der vorhandene Baumbestand, z.B. von Kastaniengruppen wird mit einbezogen und ergänzt durch anspruchslose und auf den Klimawandel vorbereitete Sorten wie Silberlinde, den dornenlosen Christusdorn oder Feldahorn. Mit der Umgestaltung ist auch das Ziel verbunden, ein qualitativ hochwertiges Stadtraumerlebnis zu schaffen, das über die Funktion des reinen Parkens hinausgeht. (pm/red)

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