Prozess gegen vermutlichen Sexualstraftäter

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TRIER. Am heutigen Dienstag begann der Prozess gegen einen 22-jährigen Schreiner aus Trier. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Frauen sexuell belästigt zu haben. Einer Frau soll er außerdem zwei Mal mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen haben, um sie später zu vergewaltigen. Als sie anfing, laut zu schreiben, floh der Täter aus Angst davor, dass andere Passanten auf ihn aufmerksam werden könnten. Bei seinem Fluchtversuch wurde er auf einer Landstraße von der Polizei festgenommen.

 

Am ersten Prozesstag wurde von Staatsanwalt Stéphane Parent lediglich die Anklageschrift verlesen:

Dem Angeklagten wird Folgendes zur Last gelegt: An einem Abend im Januar 2013 soll er in Trier auf öffentlicher Straße auf eine ihm unbekannte Frau zugelaufen sein, die vor dem Eingang eines Mehrfamilienhauses stand. Hierbei soll er sein Geschlechtsteil entblößt haben. Daraufhin habe die Frau sich schreiend in das Gebäude zurückgezogen. Am späten Abend des Folgetages soll der Angeklagte in Trier einer Frau im Abstand nur wenigen Metern hinterhergegangen sein. Als sich diese zu ihm umdrehte und „hallo“ sagte, soll er ihr sein entblößtes Geschlechtsteil präsentiert haben. Hierauf soll die Frau ihn mit dem Wort „nein“ abgewiesen haben, worauf er seinerseits „doch“ erwidert habe und weiterhin auf die Frau zugegangen sei, die schreiend weglief. Der Angeklagte soll daraufhin den Entschluss gefasst haben, eine Frau zu vergewaltigen und zu diesem Zweck mit einem schweren Hammer bewaffnet in seinem Auto auf ein geeignetes Opfer gewartet haben. Er soll eine Studentin, die an seinem Auto vorbeiging, plötzlich von hinten an den Haaren gepackt und zurückgerissen haben. Danach soll er ihr zwei Hammerschläge auf den Schädel versetzt haben. Sie erlitt eine Schädelfraktur, eine große Platzwunde und eine Gehirnerschütterung. Aus Angst, festgenommen zu werden, habe der Angeklagte seinen Hammer fallen lassen und sei mit seinem Fahrzeug geflüchtet, bis er wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen sein soll. Danach kam es dann zur Festnahme. Der Angeklagte befindet sich seit Januar 2013 in Untersuchungshaft. (tw)

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