Stadtrat entscheidet über Standorte für Straßenprostitution

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TRIER. Auf der morgigen Sitzung müssen die Mitglieder des Stadtrates noch einmal ordentlich Sitzfleisch beweisen. 31 Punkte umfasst die Tagesordnung der Stadtratssitzung. Vor der Sommerpause müssen noch viele Themen abgearbeitet werden. Von der Standortsuche für Straßenpostituierte bis zum Ausbau von Betreuungsplätzen in Kitas.

Getreu eines Songs der “Spider Murphy Gang” wird der Stadtrat auf seiner morgigen Sitzung entscheiden: “Und draußen vor der großen Stadt stehen die Nutten sich die Füße platt”. Anlässlich zahlreicher Bürgerbeschwerden, vor allem aus dem Stadtteil Trier-Ruwer, über die Ansiedlung mehrerer Straßenprostituierter in der Ruwerer Straße (Ortseingang Trier-Ruwer vom Verteilerkreis kommend), wird nun über die Ausweitung der Sperrgebietsverordnung diskutiert. Prostituierte sollen ihre Dienste abseits von Hauptverkehrsstraßen, Schulen und Fitnessstudios anbieten. Letzteres soll, von der Verwaltung in einer durchaus holprig formulierten Vorlage dargestellt, verhindern, dass die aufgereizten Damen mit knapp bekleideten Sportlerinnen verwechselt werden. Das neue Sperrgebiet soll sich über die ganze Stadt erstrecken. Weil aber Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern grundsätzlich Straßenprostitution zulassen müssen, hat die Stadtverwaltung nach zweijähriger Bearbeitungsphase ein neues Konzept mit möglichen Ausnahmezonen vorgelegt, das in §1 “die Ausübung von Prostitution im gesamten Stadtgebiet” untersagt und in §2 Ausnahmen definiert:

Möglichkeit 1: Gottbillstraße

zwischen dem Anwesen 30 bis vor den Kurvenbereich der Einmündung zur Luxemburger Str.

 

 

Möglichkeit 2: Metternichstraße

ab Anwesen 46 bis Einfahrt Hauptklärwerk der Stadt Trier

 

 

 

Möglichkeit 3: Fachhochschule

Zufahrtsweg zum Parkplatz Hochschule “Schneidershof” einschließlich der Verbindung zur Straße im Gillenbachtal.

Diskussionsbedarf wird es hierzu im Stadtrat sicherlich noch geben. Man darf geradezu gespannt sein, welches Stadtratsmitglied über welchen Standort am meisten Entsetzen zeigt. Dass die neue Sperrgebietsverordnung – mit oder ohne Änderungen – verabschiedet wird, dürfte jedoch schon feststehen.

Zudem stehen viele Anfragen und Anträge der Fraktionen auf der Tagesordnung der morgigen Sitzung. So fordern CDU, Grüne, FWG und FDP in einem gemeinsamen Antrag, im Gewerbegebiet BZ 12 an der Wasserbilliger Straße in Zewen zukünftig auch Wohnbebauung zuzulassen. Ein Antrag aller Fraktionen beinhaltet eine Resolution zur Stärkung des kommunalen Ehrenamtes. Außerdem stellt die CDU-Fraktion einen Antrag zur Entwicklung der Schulsozialarbeit und die Fraktion der Grünen fordert eine weitergehende Standortsuche für die “Waldpänz” und den Erhalt der Trierer Stadtbäume.

In Anfragen erkundigen sich zudem die SPD-Fraktion zur Schulbuchausleihe und zum “Sachstand Waldkindergarten” und die Fraktion der Linken zum “Stand Schulentwicklungsplan”.

Zudem wird ein weiteres Kapitel des Kinder- und Jugendförderplans 2014-2017 zum Themengebiet Kinder- und Jugendarbeit abgestimmt. (ans)

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1 KOMMENTAR

  1. „die Ansiedlung mehrerer Straßenprostituierter“ und „aufgereizte Damen“: Das holpert aber auch ganz schön.

  2. Die Strassenprostitution ist die gefährlichste Art der Prostitution. Durch Anstreben des Bauamtsleiters, Herrn Geiler und Frau Kaes-Torchiani, soll die Wohnungsprostitution in Trier komplett verboten werden. Hurra, es lebe die Strassenprostitution. Denn diese wird durch diese Massnahme gefordert. Das ist das Ergebnis, gefördert durch eben genannte Personen. Ich denke, solche Leute dürfen nicht im Amt bleiben, weil sie nicht gut für Trier sind

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