Rollstuhlbasketball-Europameisterschaften 2013 Frankfurt am Main

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FRANKFURT/TRIER. Vom 28. Juni bis 7. Juli ist mit der Eurobasketball 2013 in der Eissporthalle Frankfurt am Main das bedeutendste paralympische Event des Jahres zu Gast in Deutschland. Bundespräsident Joachim Gauck wird die Rollstuhlbasketball-Europameisterschaften in der Mainmetropole am kommenden Freitag persönlich eröffnen, ehe es im Auftaktspiel zwischen den deutschen Herren und Europameister Großbritannien zu einer Neuauflage des EM-Endspiels von 2011 kommt.

„Frankfurt dreht am Rad“ ist der passende Slogan für die zehn Wettkampftage in der Frankfurter Eissporthalle, in der während der Europameisterschaften zwei Spielfelder integriert sind. Ein buntes und attraktives Rahmenprogramm mit Eröffnungs- und Schlusszeremonie, Präsentationen zahlreicher Partner des deutschen Rollstuhlbasketballs und natürlich hochklassiger Sport runden das Programm ab.

Eröffnungsfeier

Vor dem Eröffnungsspiel am Freitag um 20.15 Uhr zwischen der deutschen Herrenauswahl und Titelverteidiger Großbritannien wird die Eurobasketball 2013 feierlich eröffnet. Bundespräsident Joachim Gauck wird dabei live vor Ort sein und die nach einer farbenfrohen und musikalischen Show die Rollstuhlbasketball-Europameisterschaften zusammen mit dem niederländischen IWBF Europe Präsident Jan Berteling offiziell eröffnen. In den kommenden zehn Wettkampftagen hat sich zudem viel Prominenz angekündigt, darunter zum Beispiel Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier oder IPC-Präsident Sir Philipp Craven. Eröffnungs- und Schlussfeier werden von der Stadt Frankfurt präsentiert.

Werbekampagne

Zusammen mit Hauptsponsor ING-DiBa hat das Organisationskomitee der Eurobasketball 2013 unter Leitung des Frankfurters Pierre Fontaine ein umfangreiches Kommunikationskonzept initiiert und die Eurobasketball 2013 im Stadtbild festverankert. Zahlreiche Riesenbanner zieren mit den EM-Köpfen Johanna Welin und Sebastian Wolk das Stadtbild, wie das acht Meter hohe Banner an der Messe oder das 120 qm große Banner an der Hanauer Landstraße. Werbespots sind und waren auf den Videoboards MyZeil oder Konstabler Wache sowie in den Stadien von Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 zu sehen. Selbst NBA-Champion Dirk Nowitzki hat sich in den Dienst der Sache gestellt, zu hören sind seine Werbespots aktuell auf HitRadio FFH.

Männer setzen sich Medaille als Ziel

Für das Eröffnungsspiel gegen Titelverteidiger Großbritannien wie auch für die kommenden deutschen Vorrundengegner Belgien, Niederlande, Schweiz und Italien hat Bundestrainer Nicolai Zeltinger seinen zwölfköpfigen Kader bereits im März frühzeitig benannt. Mit dem Kölner Center Thomas Becker und dem Frankfurter Point Guard Lars Lehmann kehren zwei gestandene Akteure in das Team Germany zurück, die in der zurückliegenden Saison in ihren Klubs eine starke Saison gespielt haben. Becker gehörte zuletzt bei der EM 2011 im israelischen Nazareth dem deutschen Kader an, Lehmann bei den Europameisterschaften 2009 im türkischen Adana. Zu ihrer Premiere bei einer EM kommen dagegen Center Felix Schell und Forward Marco Zwerger, beide vom RSV Lahn-Dill. Der 23-jährige gebürtige Bayreuther Schell gilt als eines der deutschen Centertalente, während Zwerger mit nunmehr 34 Jahren zu seiner ersten Nominierung kam. Der gebürtige Ellwanger gehörte allerdings schon 1999 dem Kader der U22-Auswahl an, die in Paris erstmals die Junioren-EM für Deutschland gewinnen konnte. Das Team um Kapitän Sebastian Wolk setzt auf seine Stärke als Kollektiv, auch wenn die Mannschaft mit Topscorer Dirk Passiwan, Italien-Legionär André Bienek oder aber Youngster Thomas Böhme herausragende Spieler besitzt. Komplettiert wird der deutsche Kader durch die Co-Trainer Bruce Enns (Bremerton/USA), Ralf Neumann (Lahnau) und Daniel Stange (Wetzlar) sowie der medizinischen Crew um Teamärztin Petra Michel-Leutheuser und Physiotherapeutin Cornelia Freitag (beide Lich).

Platziert sich das Team Germany auf einem der ersten vier Plätze dieser sechsköpfigen Vorrundengruppe ist das Viertelfinale erreicht, ab dem es im K.O.-System weiter geht. Als Ziel hat sich die Mannschaft von Bundestrainer Zeltinger einen Platz auf dem Treppchen und damit den Gewinn von sportlichem Edelmetall vorgenommen. Härteste Konkurrenten sind dabei Titelverteidiger Großbritannien und Spanien. Aber auch die Teams aus der Türkei, Italien oder Frankreich können im Konzert der Großen ein gehöriges Wörtchen mitreden. Die sieben erstplatzierten Teams qualifizieren sich zugleich für die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr im südkoreanischen Incheon.

Damen wollen die Titelverteidigung

Für die deutschen Damen startet der Kampf um Europas Krone einen Tag später am Samstag, den 29. Juni mit dem Spiel gegen Frankreich, ehe Israel und Spanien folgen. Auch hier geht es ab dem Viertelfinale im K.o.-System weiter in Richtung des erklärten Zieles Finale. Bundestrainer Holger Glinicki setzt in Frankfurt am Main ganz auf seinen erfahrenen Paralympics-Kader, der in London nach 28 Jahren wieder Gold für Deutschland gewinnen konnte. Mit der 23-Jährigen Anna Gerwinat von Alba Berlin hat der Hamburger lediglich einen Neuling nominiert, dem gegenüber das Duo Annika Zeyen und Kapitän Marina Mohnen mit 267 bzw. 217 internationalen Einsätzen zu den erfahrensten Spielerinnen im deutschen Team gehören, das in der Frankfurter Eissporthalle seinen EM-Titel verteidigen möchte. Mit den Centerinnen Mareike Adermann und Gesche Schünemann wird aus dem routinierten Duo eines der weltweit durchschlagskräftigsten Offensiv-Quartetts. Komplettiert wird der deutsche Kader von Bundestrainer Glinicki durch den australischen Co-Trainer Troy Sachs, der einst in der Bundesliga für den RSC-Rollis Zwickau aktiv war, sowie der medizinischen Crew um Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Völpel (Gießen) sowie den beiden Physiotherapeutinnen Pia Briegel (Pohlheim) und Angelika Jacobi (Hamburg).

Nach der Gruppenphase wird die Damen-Konkurrenz ab dem Viertelfinale im K.O.-System fortgeführt. Als Ziel hat sich die Mannschaft von Bundestrainer Glinicki Titelverteidigung in ihre Notizzettel geschrieben. Ärgster Konkurrent ist dabei der Paralympics-Bronzemedaillengewinner und Vize-Europameister Niederlande. Die vier erstplatzierten Teams qualifizieren sich zugleich für die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr im kanadischen Toronto.

Medienresonanz groß

Insbesondere die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten HR, ARD und ZDF haben sich die Eurobasketball 2013 auf ihre Fahnen geschrieben. So wird der Hessische Rundfunk das Viertel- und Halbfinale der deutschen Damen live übertragen und die ARD das Endspiel dieser Konkurrenz am Samstag, den 6. Juli. Damit übertragen beide Sender erstmals ein Rollstuhlbasketball-Länderspiel auf deutschem Boden live und in voller Länge. RheinMainTV, RTL Hessen oder SAT.1 lassen sich die EM ebenso wenig entgehen wir auch BBC.

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